Kanalsanierung in Ingelheim: Viele Straßen betroffen

Ab Montag wird die Kanalisation in Ingelheim saniert. Die Arbeiten dauern über ein Jahr und bringen Verkehrsbehinderungen mit sich. An den Kosten werden die Anwohner beteiligt.

Kanalsanierung in Ingelheim: Viele Straßen betroffen

Die Stadt Ingelheim setzt die bereits 2022 begonnenen Kanalsanierungen fort. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, beginnen die Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt am Montag (24. November) und betreffen vor allem den Stadtteil Ober-Ingelheim.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten und Reparaturen an der öffentlichen Kanalisation werden voraussichtlich bis Ende 2026 andauern, sofern die Witterung dies zulässt. Betroffen sind zahlreiche Straßen in Ober-Ingelheim, darunter die Alemannenstraße, die Bahnhofstraße, die Mainzer Straße (L419), die Schulstraße und der Marktplatz. Auch in weiteren Straßenzügen sind kleinere Arbeiten geplant.

Die Sanierung erfolgt hauptsächlich in grabenloser Bauweise. Dabei werden die Kanäle von den Kontrollschächten aus mit Robotertechnik und einem sogenannten „Schlauchliningverfahren“ ertüchtigt. Für Anwohner bedeutet dies laut Stadt geringe Einschränkungen bei der Nutzung von Toiletten oder Waschmaschinen. Die Baufirma wird die betroffenen Haushalte rechtzeitig vor Ort informieren.

Die Arbeiten finden als Tagesbaustellen statt. Der Verkehr soll, wo es möglich ist, halbseitig an den Baustellen vorbeigeführt werden. In engeren Bereichen sind Ampelregelungen oder Vollsperrungen nötig. In seltenen Fällen muss auch nachts gearbeitet werden, was zu Lärmbelästigungen führen kann. Selten wird auch nachts gearbeitet, was zu Lärmbelästigungen führen kann.

Anwohner werden an Kosten beteiligt

Ein Teil der Kosten für die Kanalbaumaßnahmen wird auf die Anlieger umgelegt. Grundlage dafür ist die Umstellung der Stadt Ingelheim auf wiederkehrende Straßenausbaubeiträge zum 1. Januar 2020.

Dabei werden alle Grundstücke in einer Abrechnungseinheit, wie zum Beispiel „Ober-/Nieder-Ingelheim“, für die Investitionskosten herangezogen. Dies betrifft nicht nur Kanalarbeiten, sondern auch die Erneuerung von Beleuchtung, Fahrbahnen oder Gehwegen. Die Beiträge werden in der Regel alle zwei bis drei Jahre erhoben.