Der Bioladen „natürlich“ in Ingelheim wird zum 15. August 2026 geschlossen. Das teilt die Betreiberin, die Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe), mit.
Als Grund für die Schließung nennt die gpe stark gestiegene Kosten bei gleichzeitig sinkender Nachfrage. Eine wirtschaftliche Weiterführung des Ladens sei dadurch nicht mehr möglich. Der Entscheidung seien intensive Bemühungen vorausgegangen, um die Schließung noch zu verhindern. So habe man Anpassungen im Markt vorgenommen und eine Werbekampagne gestartet. Auch eine Verkleinerung der Filiale oder ein Umzug an einen anderen Standort seien geprüft worden, konnten aber aus wirtschaftlichen oder strukturellen Gründen nicht umgesetzt werden.
Arbeitsplätze fallen weg
Von der Schließung sind rund 24 Arbeitsplätze in Teil- und Vollzeit betroffen. Laut gpe wurde der zuständige Betriebsrat in die Entscheidung einbezogen. Die Umsetzung solle so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden. Für die betroffenen Mitarbeiter sollen individuelle Lösungen auf dem internen und externen Arbeitsmarkt gefunden werden.
„Auch für die gpe ist es schmerzhaft, diesen Schritt gehen zu müssen. Leider war die Entscheidung unumgänglich“, erklärt gpe-Geschäftsführerin Simone Schickner-Hälbich. „Trotz der starken Leistung der Mitarbeitenden konnte die Filiale am Standort Ingelheim aufgrund der wirtschaftlichen Umstände letztendlich keine schwarzen Zahlen mehr schreiben“. Eine dauerhaft defizitäre Weiterführung sei finanziell nicht möglich.
Filiale in Mainz bleibt erhalten
Die „natürlich“-Filiale in Mainz ist von der Schließung nicht betroffen und bleibt erhalten. Zwar habe auch dieser Standort mit steigenden Kosten zu kämpfen, die Nachfrage gestalte sich hier jedoch robuster. Die gpe ist ein sozialer Dienstleister, der Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen bei der Inklusion in den Arbeitsmarkt unterstützt. Die Bioläden sind Inklusionsbetriebe, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten.