Die Stadt Oppenheim führt in der Gaustraße, die Teil der Kreisstraße K44 ist, ein Tempolimit von 30 km/h ein. Wie die Stadt mitteilt, hat die Verbandsgemeinde Rhein-Selz einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Die Beschilderung wurde noch im Oktober von der Straßenmeisterei Mainz umgesetzt.
„Der Wunsch nach Tempo 30 in der Gaustraße besteht schon lange. Anwohner und Friedhofsbesucher, aber auch Nutzer der Grundschule und der dortigen Turnhalle haben das Thema immer wieder bei uns vorgebracht“, sagt Philipp Schlaak (CDU), Beigeordneter für Mobilität. Die Straße habe ein großes Gefälle und Autofahrer würden häufig mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ortseingang fahren. Da viele Fußgänger, darunter auch ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, die Straße zum Friedhof überqueren müssen, sei die Situation gefährlich.
Ein weiteres Problem stellt ein Feldweg dar, der am Ortseingang die Gaustraße kreuzt. „Für Autofahrer Richtung Westen sind diese erst sehr spät zu sehen, weil die Kreuzung zum Feldweg auf südlicher Seite von der Friedhofsmauer verdeckt wird“, erklärt Bürgermeisterin Silke Rautenberg (AL). Auch Landwirte und Winzer, die auf die Gaustraße einbiegen wollen, könnten den Verkehr nur spät wahrnehmen.
Mehr Sicherheit auf dem Schulweg
Zusätzlich investiert die Stadt in die Sicherheit auf den Schulwegen. Nach einer Begehung mit den Leitungen von Grundschule und katholischer Kita wurden mehrere Maßnahmen beschlossen. So werden die Drängelgitter an der Treppe von der Wormser Straße zur Kirchstraße und im Barfüßerröllchen erneuert. An Querungsstellen in der Kirch- und Rathofstraße wurden Fußgängerpiktogramme aufgemalt, zudem sollen dort Bremsschwellen für langsamere Fahrzeuge sorgen.
Die größte Maßnahme betrifft die Spitalgasse. Dort werden sogenannte Flexpoller installiert, um den Schutzraum vor den Schuleingängen zu verbreitern und das Parken zu verhindern. Laut Stadt sorgen dort „Elterntaxis“ jeden Morgen für Verkehrsprobleme und gefährliche Situationen für die Schüler. „Die Verkehrsberuhigung in der Altstadt ist mir ein besonderes Anliegen“, so Schlaak. Er verweist auf bereits umgesetzte Maßnahmen wie Tempo 30 in der Wormser Straße und der Vorstadt sowie einen verkehrsberuhigten Bereich vor dem Hort und der Katharinenkirche.