Nach Berichten über einen verdächtigen weißen Transporter in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz gibt die Polizei nun Entwarnung. Das teilt die Polizeiinspektion Oppenheim mit.
In der vergangenen Woche hatten insgesamt fünf gemeldete Vorfälle für erhebliche Beunruhigung in der Bevölkerung und in sozialen Netzwerken gesorgt. Kinder hatten laut Polizei berichtet, von dem Fahrer eines weißen Transporters angesprochen worden zu sein. Dieser habe versucht, ihnen ein Kuscheltier zu geben.
Die Polizeiinspektion Oppenheim nahm die Hinweise nach eigenen Angaben „sehr ernst“ und leitete Ermittlungen ein. In Zusammenarbeit mit dem Fachkommissariat in Mainz konnten die Beamten das beschriebene Fahrzeug und den dazugehörigen Fahrer ausfindig machen.
Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass dieser seiner regulären Arbeit nachging. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Straftat oder eine Gefährdung. Auch eine Überprüfung beim Arbeitgeber habe diese Erkenntnisse untermauert. Die Schilderungen der Kinder ließen sich während der Ermittlungen nicht weiter belegen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass sich die Informationsweitergabe verselbstständigt hat.
Polizei mahnt zur Besonnenheit
Die Polizei dankt den Eltern für ihre Wachsamkeit, mahnt jedoch zur Besonnenheit. „Wir bitten darum, von weiteren Spekulationen in den sozialen Medien oder Messenger-Gruppen abzusehen. Die Verbreitung ungeprüfter Warnmeldungen führt oft zu einer unnötigen Angstspirale, die die tatsächliche Sicherheitslage nicht widerspiegelt“, heißt es vonseiten der Polizei. Eltern sollten mit ihren Kindern offen und sachlich sprechen, ihnen Selbstvertrauen und Verhaltenstipps geben, ohne Ängste zu schüren.
Wer verdächtige Beobachtungen macht, solle sich immer direkt an die zuständige Polizeidienststelle wenden oder im Notfall die 110 wählen, bevor die Erkenntnisse in Chatgruppen geteilt werden.