Eine Seniorin ist am Montag in Ingelheim nur knapp einem Online-Betrug entgangen. Das berichtet die Polizei Mainz. Die Frau hatte sich bei einer Ingelheimer Polizeistreife gemeldet und den Vorfall geschildert.
Die Frau hatte im Internet nach Urlaubsangeboten gesucht, als sich plötzlich mehrere Fenster auf ihrem Computer öffneten. In diesen wurde ihr mitgeteilt, dass ihr PC gesperrt sei. Um ihn zu entsperren, solle sie eine angezeigte Telefonnummer anrufen.
In einem eineinhalbstündigen Gespräch mit den unbekannten Tätern wurde die Seniorin dazu gedrängt, verschiedene Geschenkkarten zu kaufen. Außerdem gab sie ihre Bankdaten preis. Schließlich wurde sie misstrauisch, beendete das Gespräch und verließ ihr Haus. Dank einer aufmerksamen Zeugin, die ihr half, das Bankkonto zu sperren, entstand letztlich kein finanzieller Schaden.
Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Betrug
Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, um vor solchen Betrugsmaschen zu warnen. Generell sollte man niemals Passwörter, PINs oder TANs am Telefon weitergeben. Unbekannte Links oder Anhänge in E-Mails sollten nicht geöffnet werden.
Wenn man unter Zeitdruck gesetzt wird oder Drohungen erhält, ist Skepsis geboten. Geldforderungen sollten immer unabhängig überprüft werden. Zudem ist es wichtig, die Absender von Nachrichten und die Adressen von Webseiten genau zu prüfen. Besteht ein Verdacht, sollte der Kontakt sofort abgebrochen und Beweise wie Screenshots gesichert werden. Wer bereits einen finanziellen Schaden erlitten hat, sollte umgehend seine Bank informieren.