Schutzgeld-Erpressung: Neue Vorwürfe an Ludwigshafener Schule

An der Karolina-Burger-Schule in Ludwigshafen soll es laut einem Medienbericht zu Schutzgeld-Erpressungen kommen. Zudem soll ein 14-Jähriger mit einem Messer bedroht worden sein.

Schutzgeld-Erpressung: Neue Vorwürfe an Ludwigshafener Schule

An der Karolina-Burger-Schule in Ludwigshafen gibt es neue schwere Vorwürfe zu Gewalt und Erpressung. Das berichtet die BILD-Zeitung.

Laut dem Bericht habe ein Lehrer der Schule geschildert, dass am 27. August ein 14-jähriger Junge mit einem Messer bedroht worden sei. Eine Lehrerin habe den verängstigten Jungen im Gang gefunden und zur Schulleitung gebracht. Die Polizei sei daraufhin verständigt worden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz bestätigte der Zeitung, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung laufe. Nach ersten Erkenntnissen soll ein 14-Jähriger einen gleichaltrigen Mitschüler geschlagen und bedroht haben.

Darüber hinaus berichten Pädagogen der Schule von weiteren Vorfällen. Demnach sei es an der Tagesordnung, dass „ältere Schüler von Kleineren Geld wollen“. Jüngere Schüler müssten einen Teil ihres Taschengelds abgeben, um in Ruhe gelassen zu werden. „Wir bekommen als Lehrer nur einen Bruchteil davon mit, weil sie sich uns aus Angst und Scham nicht anvertrauen“, wird aus Lehrerkreisen zitiert.

Landtag befasst sich mit den Vorfällen

Die Vorfälle an der Problemschule sind nun auch Thema im Mainzer Landtag. Die AfD-Fraktion spreche von „mutmaßlicher Schutzgeld-Erpressung“ durch „Gangs“ und habe das Thema für den Bildungsausschuss beantragt.

Bei der nächsten Sitzung am Donnerstag solle die Landesregierung zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Auch fünf Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Schulleiter seien dann Thema.

Der umstrittene Schulleiter und SPD-Kommunalpolitiker ist laut dem Bericht weiterhin im Amt. Nach den Sommerferien sei von der zuständigen Schulbehörde lediglich angekündigt worden, dass die Schulleitung ausgetauscht werden solle.

Die Karolina-Burger-Schule war bereits Ende 2025 durch einen Brandbrief über Gewaltexzesse und Morddrohungen bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Eine von der neuen Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) eingesetzte Task-Force soll sich der Probleme an der Schule annehmen. Von den rund 750 Schülern gelten dem Bericht zufolge 100 bis 150 als Problemschüler.