Verkehrschaos in Mainz und Umgebung: Wirtschaft fordert schnellere Lösungen

Die Verkehrslage in Rheinhessen belastet die Unternehmen. Ein neuer Ausschuss der IHK fordert nun schnellere und besser abgestimmte Lösungen für Baustellen und Infrastrukturprojekte.

Verkehrschaos in Mainz und Umgebung: Wirtschaft fordert schnellere Lösungen

Die Verkehrssituation im Raum Mainz wird für viele Unternehmen zunehmend zu einem Standortfaktor. Vor diesem Hintergrund hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen einen neuen Ausschuss für Mobilität und Logistik gegründet, wie die IHK mitteilt.

Der neue Ausschuss will die Mobilität in Rheinhessen aktiv mitgestalten. „Unsere Expertise aus Bauwesen, Ingenieurwesen und Logistik ermöglicht es uns als Ausschuss, konkrete Vorschläge für Verkehrsprojekte zu entwickeln. So wollen wir gemeinsam mit Politik und Verwaltung dazu beitragen, Vorhaben wie die Wiederöffnung der Anschlussstelle A643 schneller und praxisnah umzusetzen“, sagt der neu gewählte Ausschussvorsitzende Kai Langer von der RIGA MAINZ GmbH & Co. KG. Zu seinem Stellvertreter wurde Uwe Dörsam, Geschäftsführer der Dörsam + Nickel Transport GmbH, bestimmt.

Bessere Koordination und schnellere Verfahren gefordert

Bereits in der ersten Sitzung machten die Ausschussmitglieder deutlich, dass unzureichend abgestimmte Baustellen, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Verzögerungen bei wichtigen Infrastrukturprojekten zu immer stärkeren Belastungen für Betriebe, Beschäftigte und Lieferketten führen. Als Beispiele nannte der Ausschuss die Hochbrücke und die Liebigstraße in Mainz, das Autobahnkreuz Mainz-Süd sowie den Ausbau der A643.

Aus Sicht der Unternehmen müssen Planungen stärker miteinander verzahnt, betroffene Akteure frühzeitig eingebunden und Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden. Zu den wichtigsten Anliegen des Ausschusses zählen daher eine bessere Koordinierung von Baustellen, mehr Transparenz bei Planungen sowie schnellere und praxisnähere Genehmigungsverfahren.

Ein weiteres Handlungsfeld sieht das Gremium im Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Antriebe. Hier brauche es technologieoffene Lösungen und weniger bürokratische Hürden. Auch die Zukunft der Wasserstraßen soll stärker in den Blick genommen werden, insbesondere die seit Jahren diskutierte Abladeoptimierung am Mittelrhein.