Mehr E-Busse und neue Linien: Das plant die KRN für die Zukunft

Die Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) feiert fünfjähriges Bestehen und zieht eine positive Bilanz. Für die Zukunft sind große Investitionen in E-Busse und neue Betriebshöfe geplant.

Mehr E-Busse und neue Linien: Das plant die KRN für die Zukunft

Die Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Bei einer Pressekonferenz zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz über die Entwicklung des kommunalen Busunternehmens. Gegründet wurde die KRN am 9. Juli 2021 von den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen sowie der Stadt Bad Kreuznach.

Was mit einem Gründungskapital von zehn Millionen Euro und einer einzigen Stelle begann, hat sich zu einem großen Mobilitätsdienstleister entwickelt. Heute hat das Unternehmen rund 400 Mitarbeiter und eine Flotte von 160 Fahrzeugen. Diese bedienen auf 87 Buslinien den Nahverkehr auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern zwischen Kirn und Mainz.

Stabilisierung und Wachstum

Nach einer herausfordernden Anfangsphase nach der Betriebsaufnahme im Oktober 2022 sei es gelungen, den Fahrbetrieb kontinuierlich zu stabilisieren. Die Zahl der Fahrtausfälle konnte deutlich gesenkt werden, die Betriebsstabilität liegt laut Unternehmen seit Ende 2024 zwischen 98 und 99,9 Prozent. Auch wirtschaftlich verzeichne die KRN eine stabile Entwicklung, wozu auch die Einführung des Deutschland-Tickets beigetragen habe. „Die Gründung der KRN vor fünf Jahren war eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung der beteiligten Kommunen“, so Emanuel Letz, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kreuznach und KRN-Aufsichtsratsvorsitzender. „Die KRN ist zu einer verlässlichen Säule des täglichen Lebens in unserer Stadt und der gesamten Region geworden.“

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt die KRN zudem auf die eigene Ausbildung und ist nach eigenen Angaben inzwischen der größte Ausbilder für Fachkräfte im Fahrbetrieb in Rheinland-Pfalz. Die ersten Auszubildenden haben ihre Ausbildung bereits abgeschlossen und wurden vom Unternehmen übernommen.

Investitionen in die Zukunft

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der Neubau eines E-Bus-Betriebshofs in Wörrstadt. Baubeginn für den ersten E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz war am 6. Februar 2026, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Die Baukosten belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung sollen drei der bisher neun Standorte nach Wörrstadt umziehen. „Hinter uns liegen fünf Jahre intensiver Arbeit, in denen wir aus dem Nichts ein modernes Verkehrsunternehmen aufgebaut haben“, sagt KRN-Geschäftsführer Uwe Hiltmann. „Mit dem Einstieg in die E-Mobilität und dem Neubau des Betriebshofs in Wörrstadt stellen wir die Weichen für die Zukunft der KRN.“

Für das Jahr 2027 ist außerdem die Übernahme der Stadtbusverkehre in Ingelheim vorgesehen. In diesem Zuge soll die Stadt Ingelheim als vierter Gesellschafter aufgenommen werden. Auch eine Übernahme des Stadtverkehrs Bingen wird derzeit diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Elektromobilität: Die Zahl der E-Busse, von denen aktuell fünf im Einsatz sind, soll auf 69 Fahrzeuge steigen. Damit hätte die KRN die größte E-Bus-Flotte in Rheinland-Pfalz.