Zu einem ganztägigen Streik hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe am Montag (15. Januar) aufgerufen. Das hat auch Folgen für Buslinien der Mainzer Mobilität sowie den Überlandverkehr.
Der Streik der Tarifbeschäftigten im privaten Omnibusbetriebe beginnt um 3 Uhr am Montag und endet mit Ende der Schicht (Dienstag, 4 Uhr). Demnach dürften weite Teile des Landes vom Streik betroffen sein, so Verdi Rheinland-Pfalz. Laut MM hat der Streik auch Auswirkungen auf die Busse der folgenden Linien: 6, 9, 33, 56, 58, 60, 63, 66, 67, 68, 69, 78, 79, 80, 91.
Der Grund: Sub-Unternehmer erledigen im Auftrag der Mainzer Verkehrsgesellschaft durchschnittlich etwa 15 Prozent der Busfahrten. Welche Linien und welche Verbindungen genau ausfallen, wird am Freitag auf den entsprechenden Fahrplantabellen der einzelnen Linien im Internet markiert werden, so die MM.
Zudem wird der Schülerverkehr vielerorts nicht mehr stattfinden können. Der Landeselternsprecher wurde laut Verdi über die bevorstehenden Einschränkungen informiert. Auch bei den dreistelligen KRN-Linien sind Fahrten betroffen, die von Subunternehmern ausgeführt werden. Eine Auflistung der Fahrten findet ihr auf der RNN-Internetseite.
Grund für die Arbeitsniederlegung ist laut Verdi der Tarifkonflikt mit den Arbeitgeberverbänden Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz. Das im Dezember vorgelegte Angebot sei „völlig unzureichend“, so der zuständige Verhandlungsführer Marko Bärschneider.
„Für den Fahrdienst legte man uns 2,45 Prozent und 1,9 Prozent auf den Tisch. Für die Werkstatt gab es außer warmer Worte gar nichts. Die Arbeitgeber waren auch trotz der darauffolgenden Streikandrohung nicht bereit, das Angebot bis heute nachzubessern, und haben stattdessen klar und unmissverständlich erklärt, dass mit diesem Angebot das Ende der Verhandlungsbereitschaft erreicht sei.“ Gefordert werden stattdessen 500 Euro mehr Lohn und Gehalt sowie eine Einmalzahlung von 3000 Euro.