Die Sperrzonen zwischen Mainz und Bingen, die wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) errichtet wurden, können verkleinert werden. Das teilt das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität mit.
Seit Sommer 2024 ist Rheinland-Pfalz von der Tierseuche betroffen, die Haus- und Wildschweine befällt. Im Gebiet zwischen Mainz und Bingen ist laut dem Ministerium jedoch seit einem Jahr kein neuer Fall mehr aufgetreten. „Das zeigt: Die Maßnahmen wirken“, so Umweltministerin Katrin Eder (Grüne). Der Erfolg sei durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit vieler Beteiligter wie dem Kreis Mainz-Bingen, der Jägerschaft und dem Bauern- und Winzerverband möglich gewesen.
Da die Bekämpfungsmaßnahmen wirken und Zäune eine Abwanderung infizierter Tiere verhindert haben, stimmte die EU einem Antrag auf Rückstufung der Zonen zu. Konkret bedeutet das: Die bisherige Sperrzone II wird in eine Sperrzone I umgewandelt, die bisherige Sperrzone I kann aufgehoben werden. Dies bringe Erleichterungen für die Landwirtschaft, die Jagd und die Bürger mit sich, heißt es weiter.
Weitere Lockerungen in Aussicht
Vorausgesetzt die Lage bleibt stabil, könnten im Herbst weitere Rückstufungen für große Teile der restlichen Sperrzone II beantragt werden. Eine vollständige Aufhebung der Maßnahmen könnte im nächsten Jahr folgen, sofern keine neuen Fälle auftreten.
Die errichteten Zäune verlieren laut Ministerium erst dann ihre Notwendigkeit und werden erst dann abgebaut. Daher appelliert das Ministerium weiterhin an alle, sich an die Maßnahmen zu halten und aufgefundene tote Wildschweine dem zuständigen Veterinäramt zu melden.