Zum Start des neuen Schuljahres haben 30 weitere Pilotschulen in Rheinland-Pfalz das Pflichtfach Informatik eingeführt. Das teilt der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI), Professor Dieter Kugelmann, mit. Das Fach soll auch Medienkompetenz umfassen.
„Es ist sehr erfreulich, dass so viele Schulen schon vor der verpflichtenden Umsetzung ab Sommer 2028 Informatik als Pflichtfach einführen“, sagt Kugelmann. „Angesichts steigender Social-Media-Sucht bei Kindern und Jugendlichen und der rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz kann die Förderung der Medienkompetenz nicht früh genug anfangen.“ In Zeiten, in denen persönliche Daten weltweit gehandelt würden, sei Datenschutz „nicht weniger als der Schutz der eigenen Identität.“
Kostenlose Workshops und Unterrichtsmaterialien
Um Lehrkräfte, Kinder, Jugendliche und Eltern zu unterstützen, stellt der LfDI kostenlose Angebote zur Verfügung. Jedes Jahr führt er rund 400 Schülerworkshops in ganz Rheinland-Pfalz durch. Ab der dritten Klasse werden Kinder und Jugendliche für einen sicheren Umgang mit ihren Daten sensibilisiert. Die Referenten vermitteln altersgerecht Kenntnisse zu Themen wie Künstlicher Intelligenz (KI), Social Media, Messengern und Gaming. Sie erklären auch, wie man Cybergrooming oder Fake-News erkennt.
Zusätzlich gibt es auf der Internetseite YoungData.de kostenlose Unterrichtsmaterialien zum Thema KI. Das Portal wurde 2013 vom LfDI Rheinland-Pfalz entwickelt und informiert Jugendliche über Datenschutz und Informationsfreiheit. Es gibt Tipps für ein sicheres Verhalten im Internet und erklärt technische sowie juristische Zusammenhänge. Inzwischen ist die Seite ein gemeinsames Projekt der Datenschutzbehörden von Bund und Ländern sowie des Kantons Zürich.