Körperverletzungen und sexuelle Belästigung beim Rosenmontagszug

Polizei zieht vorläufige Bilanz

Körperverletzungen und sexuelle Belästigung beim Rosenmontagszug

Der Rosenmontagsumzug in Mainz ist weitestgehend ruhig und friedlich verlaufen. Dennoch gab es einige Körperverletzungsdelikte.

Wie die Polizei am frühen Abend mitteilt, kam es im Verlauf der Großveranstaltung zu 26 Straftaten. Darunter waren acht Körperverletzungen und eine sexuelle Belästigung durch einen betrunkenen 43-Jährigen. Dieser wurde festgenommen.

Zudem haben die Beamten während des Umzugs rund 400 Personenkontrollen durchgeführt. Darunter waren 264 Kinder und Jugendliche, 17 von ihnen waren alkoholisiert. Die Beamten vernichteten während der Kontrollen fast 30 Liter alkoholische Getränke, damit sie nicht von Jugendlichen unter 16 beziehungsweise 18 Jahren getrunken werden konnten.

Darüber hinaus haben die Beamten gemäß dem Sicherheitskonzept mehr als 220 Personen kontrolliert, die sich auffällig verhielten. Von ihnen wurden die Personalien festgehalten, zum Teil auch Platzverweise ausgesprochen. Bis 17 Uhr wurden vier Personen in Gewahrsam genommen, weil sie sich - etwa wegen starker Trunkenheit- nicht mehr angemessen auf der Feiermeile verhalten konnten.

In der Vermisstenstelle der Mainzer Polizei wurde ein Kind, das seine Eltern verloren hatte, in die Obhut der Polizisten gegeben. Die Eltern konnten aber schnell ausfindig gemacht werden. Sie holten das Kind wieder ab.

An den Bahnhöfen

Für die Beamten der Bundespolizei war hingegen vor allem die Zeit der Abreise von Tagesausflüglern ereignisreich. Wie die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern am Abend mitteilt, waren insgesamt 270 Einsatzkräfte aus Bad Bergzabern, Frankfurt, Hünfeld und Sankt Augustin in Mainz eingesetzt. Sie sorgten vor allem an den Bahnhöfen für die Sicherheit der Reisenden. Dort kam es zwischen Zugende und 20 Uhr zu mehreren Einsätzen.

Allein an den Bahnsteigen sei es laut den Beamten zu fünf weiteren Körperverletzungen gekommen, ein betrunkener Besucher musste dabei von den Polizisten erstversorgt werden. Ein 19-Jähriger führte eine Softair-Waffe mit sich, die nach Waffengesetz verboten war, er musste sie abgeben. Ein 48-Jähriger randalierte auf einer Toilette und wehrte sich anschließend gegen die Polizisten - bei ihm wurden später 1,69 Promille gemessen. Er muss die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.

Bereits am Nachmittag sorgte außerdem ein herrenloser Rucksack am Hauptbahnhof für Aufregung. Ein Polizeihund konnte aber Entwarnung geben. Dafür schlug ein Spürhund gegen 19:30 Uhr im Bereich der Paketfächer beim Westausgang des Hauptbahnhofs an. Dieser wurde kurzzeitig gesperrt. Die Beamten röntgten dort Pakete und gaben den Ausgang wieder frei, als klar war, dass keine Gefahr bestand. Zu weiteren Einsätzen am Bahnhof zählten eine Beleidigung, ein Schwarzfahrer und eine Diebstahlsanzeige. (mm)

Logo