Pläne für neuen Mainzer Grüngürtel stocken

Ein zweiter Grüngürtel soll Mainz mehr Naherholungsflächen bringen. Doch die Umsetzung verzögert sich. Die Stadtverwaltung will erst ein Konzept erarbeiten, bevor konkrete Schritte erfolgen.

Pläne für neuen Mainzer Grüngürtel stocken

Ein zweiter Grüngürtels in Mainz lässt auf sich warten. Fast ein Jahr nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats hat die Verwaltung konkrete Maßnahmen zur Flächensicherung vorerst zurückgestellt. Das geht aus einer aktuellen Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Stadtratsfraktion hervor.

Die Grünen hatten sich nach dem Sachstand des Projekts erkundigt, das im Februar 2025 beschlossen wurde. Konkret wollten sie wissen, welche Schritte unternommen wurden, um die für den Grüngürtel notwendigen Flächen zu sichern und die Bauleitplanung anzupassen.

Der geplante Grünzug soll sich vom Hartenbergpark über das Gonsbachtal und Bretzenheim bis nach Hechtsheim erstrecken und so einen Ring um die Innenstadt bilden.

Konzept als Grundlage für weitere Schritte

Die Stadtverwaltung tritt bei der Umsetzung jedoch auf die Bremse. In ihrer Antwort erklärt sie, dass zunächst ein sogenanntes Freiraumentwicklungskonzept erarbeitet werden müsse. Dieses soll als fachliche Grundlage für die weitere Sicherung und Entwicklung der Flächen dienen.

Als Grund für diese Vorgehensweise nennt die Verwaltung die Komplexität des Gebiets. Der Freiraum erfülle vielfältige Funktionen für Landwirtschaft, Klimaregulation und Artenschutz und unterliege bereits zahlreichen rechtlichen Regelungen. Diese müssten zunächst systematisch erfasst und bewertet werden, bevor man fundierte Entscheidungen treffen könne.

Konkrete Maßnahmen vorerst verschoben

Konsequenz dieser Entscheidung ist, dass konkrete Maßnahmen wie der Ankauf von Grundstücken oder die Änderung des Flächennutzungsplans vorerst verschoben werden. Die Verwaltung betont zwar die erhebliche Bedeutung des Projekts, um „auch künftig gesunde Lebensverhältnisse“ in Mainz zu gewährleisten. Wann mit dem geforderten Konzept und den anschließenden Umsetzungsschritten zu rechnen ist, bleibt in der Antwort jedoch offen.