Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf?

Zum zweiten Mal hat Merkurist seine Leser gefragt, welches Mainzer Gymnasium den besten Ruf hat. Und wieder ging es eng zu.

Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf?

Eine Woche noch haben die Mainzer Gymnasiasten Ferien. Eine Woche, in der sie abschalten können und nicht bewertet werden. Stattdessen bewerten die Merkurist-Leser die Mainzer Gymnasien. „Welches Mainzer Gymnasium hat den besten Ruf“, wollten wir in einer Umfrage wissen. Als wir vor rund zwei Jahren dieselbe Frage stellten, schnitten von den neun Gymnasien (ohne berufliche Gymnasien) vor allem die privaten Schulen gut ab. Das Theresianum landete auf dem ersten Platz, das Bischöfliche Willigis-Gymnasium auf dem dritten. Dazwischen erreichte das Rabanus-Maurus-Gymnasium den zweiten Rang.

Doch was hat sich seitdem geändert? Beim Sieger, dem Theresianum, sind die Umstände ganz andere als vor zwei Jahren. Weil die Schule saniert wird, kommen die rund 1000 Schüler seitdem vorübergehend auf dem IBM-Gelände unter. Reicht es dennoch wieder zu Platz 1? Das sind die Top 4 in umgekehrter Reihenfolge:

4. Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss

Das Schloss-Gynasium erreicht in unserer Umfrage den vierten Platz - genauso wie vor zwei Jahren. Das Gymnasium ist vor allem für die Naturwissenschaften bekannt und sieht sich in der „Tradition eines bürgerlichen Bildungsverständnisses“. Es wurde 1831 als städtische Realschule gegründet und später zum staatlichen Realgymnasium ausgebaut.

Auch die Prozentzahl hat sich im Vergleich zu 2016 fast nicht geändert: Von 11,6 Prozent geht es auf 11 Prozent.

2. Rabanus-Maurus-Gymnasium und Maria-Ward-Schule

Den zweiten Platz teilen sich in dem ohnehin sehr engen Ranking zwei Schulen: das Rabanus-Maurus-Gymnasium und die Maria-Ward-Schule. Beide erreichen 13 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Für das Rabanus-Maurus-Gymnasium bedeutet es den selben Rang wie vor zwei Jahren. Wie Schulleiterin Marieluise Noll-Ziegler bereist damals sagte, seien die gute Atmosphäre und die hohe Identifikation der Gymnasiasten mit ihrer Schule ein wichtiger Faktor. „Wir haben hier eine gute Gemeinschaft, engagierte Schüler und Lehrer und das wird auch nach außen getragen.“ Zudem hat das altsprachliche Gymnasium eine rund 450-jährige Tradition.

Bergauf ging es für die Maria-Ward-Schule, die als einzige eine reine Mädchenschule ist. Außerdem ist sie ein staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium in freier Trägerschaft. „Die Maria Ward-Schule versteht sich als im christlichen Glauben gründende Erziehungsgemeinschaft“, heißt es auf der Homepage.

Weil das Gymnasium vor zwei Jahren nur den fünften Platz erreichte, sagte Schulleiterin Dr. Andrea Litzenburger: „Da wir nur Mädchen an der Schule unterrichten, hat uns die Hälfte der Klientel, also die Jungen, gefehlt, die für uns hätten abstimmen können.“ In diesem Jahr hat es auch ohne die Jungs für Platz 2 gereicht.

1. Theresianum

Und tatsächlich: Der vorübergehende Umzug scheint dem Theresianum nicht geschadet zu haben. In der Merkurist-Umfrage landet das christliche Gymnasium mit 15 Prozent auf Rang 1 - und diesmal sogar mit etwas größerem Vorsprung.

„Wir haben ein eigenes Konzept auf der Grundlage der christlichen Werte, ein engagiertes Kollegium und ein großes Kursangebot“, sagte schon damals der stellvertretende Schulleiter Alexander Raab. Außerdem seien die ganztägige Betreuung der Schüler, die es schon seit mehr als 30 Jahren gibt, für viele ein Grund, an das Theresianum zu kommen.

Bergab ging es allerdings für das Bischöfliche Willigis-Gymnasium, das vor zwei Jahren noch den dritten Platz belegte. Diesmal reichte es nur zu Rang 6. Auf dem letzten Platz in der Umfrage landet erneut das Frauenlob-Gymnasium.

Hier das komplette Ergebnis der (nicht-repräsentativen) Umfrage:

Wie sind Eure Erfahrungen mit den Mainzer Gymnasien? Postet Sie unter den Artikel.

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