Vor beinahe einem Jahrzehnt wurde die Kopie der Jupitersäule von ihrem Standort nahe dem Kurfürstlichen Schloss und dem Deutschhaus entfernt, um sie zu restaurieren. Doch eine Rückkehr des Denkmals ist weiterhin nicht in Sicht. Wie die Stadtverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Ortsbeirat Altstadt mitteilt, fehlt für die Wiederaufstellung schlicht das Geld. Die Kosten werden mittlerweile auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Dabei klang es vor einigen Jahren noch ganz anders. Im August 2022 kündigte die damalige Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) einen „Aha-Effekt“ an, wenn die „für rund 130.000 Euro frisch restaurierte Säule wieder aufgestellt“ werde. Doch seitdem sind die Kosten weiter gestiegen. Eine Schätzung vom September 2025 belief sich bereits auf 175.000 Euro, wie aus der Antwort des Beigeordneten Ludwig Holle (CDU) hervorgeht. Aufgrund der aktuellen Baupreisentwicklung geht die Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) nun von den genannten 200.000 Euro aus.
Stadt hofft auf bürgerschaftliches Engagement
Bevor die neun Meter hohe Säule wieder aufgestellt werden kann, muss zudem eine lange Liste an Aufgaben abgearbeitet werden. So müssen etwa mehrerer Gutachter und Planer beteiligt werden, Ausführungspläne erstellt und eine bauaufsichtliche Genehmigung eingeholt werden. Auch müsse noch entschieden werden, ob die Säulenanlage um 180 Grad gedreht werden soll. Die Abteilung Denkmalpflege wünsche sich außerdem eine Erneuerung der Beleuchtung durch unauffällige Bodenstrahler.
Angesichts der aktuellen Finanzlage der Stadt stünden die Mittel für dieses Projekt jedoch nicht zur Verfügung. Daher bleibe zunächst nur die Hoffnung auf ein „bürgerschaftliches Engagement“, erklärt Holle.