Kunsthalle Mainz: Betrieb bis Mitte 2027 gesichert

Gute Nachrichten für die Kunsthalle Mainz: Der Betrieb ist vorerst bis Sommer 2027 gesichert. Die Stadtwerke wollen sich aber künftig aus der führenden Rolle zurückziehen.

Kunsthalle Mainz: Betrieb bis Mitte 2027 gesichert

Der Betrieb der Kunsthalle Mainz im Zollhafen ist zunächst bis zum Spätsommer 2027 gesichert. Das teilen die Mainzer Stadtwerke mit. Bislang war die Finanzierung nur bis Ende 2026 gesichert. Der neue Vorschlag ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen der Stadt Mainz, dem Land Rheinland-Pfalz und der Mainzer Stadtwerke AG.

Nach der aktuellen Ausstellung „Gestickte Spuren“, die noch bis zum 26. Juli 2026 läuft, wird es nach den Sommerferien die Ausstellung „Freund*innenschaft“ geben. Sie wird vom 20. August bis zum 10. Januar 2027 zu sehen sein.

Ausstellungen für 2027

Für das erste Halbjahr 2027 sind bereits zwei weitere Ausstellungen konzipiert. Vom 28. Januar bis zum 23. Mai 2027 zeigt die Kunsthalle eine von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) kuratierte Ausstellung mit Werken aus deren Sammlung. Diese Variante ist für die Kunsthalle kostengünstiger, da die LBBW Kosten für Auf- und Abbau, Material, Begleitveranstaltungen und Reisekosten übernimmt.

Im Sommer 2027 folgt dann die Ausstellung „Plurale – Festival der jungen Talente“, eine Kooperation mehrerer Kunsthochschulen. Die Kosten hierfür werden komplett von der Kunsthochschule Mainz getragen. Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke, kündigte an, die Mittel für diese beiden Ausstellungen zur Verfügung zu stellen. „Damit würde Zeit gewonnen, die Zukunft der Kunsthalle für die Zeit nach dem Sommer 2027 mit weniger Zeitdruck neu zu gestalten“, so die Vorstandsmitglieder der Stiftung Kunsthalle, Daniel Gahr, Ata Delbasteh und Dr. Denis Alt.

Stadtwerke sehen sich nicht mehr in federführender Rolle

Die Stadtwerke wollen den Prozess zur Gestaltung der Zukunft der Kunsthalle zwar weiterhin unterstützen, sich aber aus der aktiven Führung zurückziehen. „Aber nach 18 Jahren des Engagements für die Kunsthalle in einer Größenordnung von deutlich mehr als zehn Millionen Euro, sehen wir uns künftig nicht mehr in einer federführenden Rolle“, erklärte Gahr. Je nach einer zukünftigen Lösung sei man aber bereit, das denkmalgeschützte Gebäude weiterhin für eine kulturelle Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Seit 2008 sicherten die Stadtwerke den Betrieb der Kunsthalle überwiegend durch eine jährliche Spende an die Stiftung Mainzer Kunsthalle. Diese belief sich auf 600.000 bis 800.000 Euro pro Jahr. Der Stiftungsvorstand besteht aus Stadtwerke-Chef Daniel Gahr, dem Mainzer Kulturdezernenten Ata Delbasteh sowie Staatssekretär Dr. Denis Alt vom rheinland-pfälzischen Kulturministerium.