Ärger bei Vlexx-Kunden - wichtige Verbindung nach Mainz gestrichen

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember hat der private Bahnbetreiber Vlexx einige Zugverbindungen aus seinem Streckennetz gestrichen. Viele Fahrgäste sind nun verärgert. Wie Vlexx die Streichungen begründet.

Ärger bei Vlexx-Kunden - wichtige Verbindung nach Mainz gestrichen

Seit dem 15. Dezember gilt beim Zugunternehmen Vlexx ein Ersatzfahrplan. Im Zuge dessen hat der private Bahnanbieter einige Strecken gestrichen. Nun regt sich Widerstand gegen Vlexx. So beschwert sich unter anderem auch Merkurist-Leserin Nicole, die auf die aktuelle Situation in Nierstein aufmerksam macht.

Dort wurde der Zug um 7:04 Uhr, auf den die Schulkinder aus Nierstein und Umgebung angewiesen sind, ersatzlos gestrichen. Der Folgezug sei überfüllt und oft zu spät. Auch die frühere Verbindung sei für viele keine Alternative, da Kinder aus beispielsweise Schwabsburg den Niersteiner Bahnhof wegen ungünstiger Busverbindungen nicht pünktlich erreichen würden.

Wie eine Nutzerin der Facebook-Gruppe „Nierstein aktuell“ schreibt, würden somit Schüler, die in weiterführende Schulen in Mainz gingen und noch auf Busse oder die Straßenbahn umsteigen müssten, es nicht schaffen, rechtzeitig um 8 Uhr in der Schule zu sein. Zudem koste ein Jahresticket von Schwabsburg nach Mainz 1.029 Euro - für dieses Geld erwarte man deutlich mehr. Es sei unfassbar, wie hier mit Schülern beziehungsweise Berufs-Pendlern umgegangen werde, so die Facebook-Nutzerin.

Wie Vlexx die Streichungen begründet

Doch warum wurden überhaupt Züge gestrichen? Auf Anfrage von Merkurist erklärt Vlexx, dass die Zugausfälle dem Lieferverzug von Neufahrzeugen geschuldet sei. Das habe zur Folge, dass Ersatzzüge angemietet werden müssen, für die ein Teil der Belegschaft zusätzlich geschult werden müsse. Aufgrund dieser Schulungsmaßahme und dem bundesweiten Mangel an Fahrzeugführern, ergebe sich bei dem Verkehrsunternehmen vorübergehend eine angespannte Personallage, weswegen die Streichung einiger Züge notwendig sei. Dennoch würden 90 Prozent der Leistungen weiterhin angeboten.

Ziel sei es, den Regelfahrplan schnellstmöglich wieder ohne Einschränkungen anbieten zu können. Der Ersatzfahrplan gelte aber voraussichtlich bis zum 14. Juni.

Folgende Linien sind betroffen:

RE 13/RB 31 Kirchheimbolanden – Alzey

RB 34 Baumholder – Idar-Oberstein – (Kirn)

RB 33 Idar-Oberstein – Mainz (– Wiesbaden/– Frankfurt/– Worms)

RE 17 Kaiserslautern – Koblenz

RB 44 Worms – Mainz

Detaillierte Informationen zum Ersatzfahrplan und zu allgemeinen Fahrplanänderungen findet Ihr hier. (mm)

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