Imbiss „Zum Schorsch“: Was ist an den Schließungsgerüchten dran?

Im Netz verbreitet sich das Gerücht, der Imbiss „Zum Schorsch“ am Zollhafen würde nach dem Lockdown nicht mehr öffnen. Georg Biermann, einer der Betreiber, erzählt, was an dem Gerücht dran ist.

Imbiss „Zum Schorsch“: Was ist an den Schließungsgerüchten dran?

„Ist es wahr, dass der Schorsch nicht mehr aufmacht?“ fragt ein Mainzer in einer Facebook-Gruppe. Während die einen kommentieren, wie traurig sie darüber wären, wenn der Imbiss „Zum Schorsch“ am Zollhafen tatsächlich schließen würde, meinen andere, die Antwort bereits zu kennen. Eine Nutzerin antwortet: „Ja leider, die Pacht wurde nicht verlängert“ und auch unter einem Merkurist-Artikel schreibt ein Leser, der Imbiss werde nach dem Lockdown nicht mehr öffnen. Doch was ist dran an dem Gerücht?

„Es wird so viel erzählt.“ - Georg Biermann, Zum Schorsch

„Es wird so viel erzählt“, sagt Georg Biermann, der den Imbiss mit seinen beiden Brüdern Günther und Adolf Biermann seit 1981 betreibt. „Ich nehme an, einer hat da mal was gesagt und dann wird das breit getreten. Das ist aber normal, da mache ich mich gar nicht verrückt“. Er kann seine Gäste also beruhigen: „Wir wurden schon so oft totgesagt und leben immer noch. Es geht auf jeden Fall weiter, da können Sie sich drauf verlassen.“

Er selbst gehe zwar in Rente, seine Brüder würden den Kiosk aber wie gewohnt weiterführen - und sich darauf auch schon freuen, denn: „Es ist momentan sehr langweilig. Man kann ja nirgendwo hingehen weil alles geschlossen ist. Hoffen wir, dass es bald vorbei ist und es wieder losgehen kann“, sagt Biermann.

„Das Pachtverhältnis läuft unverändert weiter.“ - Peter Zantopp-Goldmann, Zollhafen GmbH

Was den Pachtvertrag angeht, kann Peter Zantopp-Goldmann von der zuständigen Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, Entwarnung geben. Das Gerücht, der Vertrag werde nicht verlängert, stimme nicht. „Das Pachtverhältnis läuft unverändert weiter“, sagt er. Außerdem wolle man dem Imbiss und den anderen Lokalen am Zollhafen zukünftig unter die Arme greifen. „Wir beabsichtigen, der Gastronomie im Zollhafen nach der Wiedereröffnung ein besonderes Angebot zu machen, das die betrieblichen Unannehmlichkeiten und Einbußen durch die Baustellen in der Nachbarschaft, Hochwasser und die Corona-Pandemie mildern soll“, sagt Zantopp-Goldmann. Wie genau das aussehen wird, könne er aber noch nicht sagen.

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