Nach Kreislaufkollaps: „Danke an den Busfahrer der Linie 62“

Merkurist-Leserin Angie erlitt am Montag mitten im Bus einen Kreislaufzusammenbruch. Wie Busfahrer und Fahrgäste ihr halfen, beeindruckt sie immer noch.

Nach Kreislaufkollaps: „Danke an den Busfahrer der Linie 62“

Und plötzlich kam der Hochsommer nach Mainz. Als die Temperaturen in den vergangenen Wochen auf über 30 Grad kletterten, zog es viele Mainzer ins Schwimmbad oder an den Rhein. Doch die Hitze konnte manchem auch zusetzen. Merkurist-Leserin Angie, 21, erzählt, dass sie am Montag in der Mittagshitze plötzlich einen Kreislaufzusammenbruch erlitt - mitten im Bus 62.

„Als ich mich endlich setzen wollte, wurde mir schwarz vor Augen“ - Leserin Angie

„Ich hatte zu wenig getrunken“, erzählt sie. An der Uni stieg sie gegen 13:30 Uhr in den Bus. „Es wurde immer voller und ich weiß nicht mehr, warum ich mich nicht sofort hingesetzt habe.“ Im Bus sei es dann immer heißer geworden. „Als ich mich endlich setzen wollte, wurde mir schwarz vor Augen.“ Was sie dann erlebte, beeindruckt sie heute noch.

Fünf Helfer in der Not

Drei junge Männer, sie schätzt zwischen 18 und 25 Jahre alt, kümmerten sich um sie und gaben ihr kaltes Wasser zu trinken. „Ich sagte ihnen, dass es mir jetzt besser geht - doch dann kam nochmal eine Hitzewelle und ich war wieder weg.“ Sie merkte nur noch, wie der Bus am Hindenburgplatz anhielt. Die drei Jungs und der Busfahrer der 62 sowie ein weiterer Busfahrer, der sich am Hindenburgplatz befand, halfen ihr aus dem Bus und setzten sie an die Haltestelle.

„Die drei Jungs und die zwei Busfahrer fragten mich, ob es mir gut geht und ich sagte ja. Dann habe ich erfahren, dass jemand den Krankenwagen gerufen hatte.“ Sie habe nur gesagt, dass sie eigentlich keinen brauche und es ihr öfter mal zu heiß sei. Doch die Busfahrer fuhren erst mal nicht weiter - und warteten an der Haltestelle Hindenburgplatz. „Dann haben sich die beiden Fahrer so abgesprochen, dass einer mit mir wartet, bis der Krankenwagen kommt und der andere fuhr irgendwann weiter.“ Etwa zehn Minuten lang sei ein Busfahrer bei ihr geblieben. Schließlich wurde Angie von einer Freundin abgeholt.

„Danke an die Busfahrer und an die Passanten“

Nun möchte sie sich via Merkurist bei den beiden Busfahrern und den drei Jungs bedanken. „Danke an die Busfahrer und an die Passanten, die mir heute geholfen haben!“, schreibt sie in ihrem Snip vom vergangenen Montag. Leider habe sie die Gesichter der beiden Busfahrer nicht mehr vor Augen. Sie hofft nun, dass sie sich irgendwann persönlich bedanken kann.

Merkurist