Mainzer Ordnungsamt im Dauer-Einsatz: Das sind die Kontroll-Schwerpunkte

Sie sind zwar keine Polizisten, dennoch haben die Mitarbeiter des Mainzer Ordnungsamts weitreichende Befugnisse, um für Ordnung und Sicherheit in der Stadt zu sorgen. Welche Aufgaben dabei zuletzt besonders im Fokus standen.

Mainzer Ordnungsamt im Dauer-Einsatz: Das sind die Kontroll-Schwerpunkte

Ob die Überprüfung von Lärmbeschwerden, die Kontrolle von Lebensmittel verarbeitenden Betrieben oder die Überwachung der Corona-Regeln das Mainzer Ordnungsamt hat vielfältige Aufgaben. Dafür sind die Mitarbeiter des Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst (ZVE), wie er offiziell heißt, nahezu 24 Stunden am Tag unterwegs.

Einsätze am Rhein

Dass der ZVE viel zu tun hat, ist auch Leserin Louisa aufgefallen. Sie fragt: „Wieso fährt momentan ständig der Vollzugsdienst durch Mainz?“ Auf Anfrage erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr, dass im letzten halben Jahr vor allem die Einhaltung der Corona-Maßnahmen im Fokus der Kontrollen des Ordnungsamts standen. Doch es gab auch noch andere Schwerpunkte. So seien die Mitarbeiter insbesondere in den Nachtdiensten am Wochenende am Winterhafen und Fort Malakoff im Einsatz gewesen. „Dort gab es Ruhestörungen und Probleme mit zu laut feiernden Menschen“, erklärt Peterhanwahr.

Dabei seien die Mitarbeiter grundsätzlich rund um die Uhr im Einsatz. Vor allem aufgrund der Kontrollen am Winterhafen hätte man teilweise Veränderungen bei den Dienstzeiten durchführen müssen, um diese Lage bewältigen zu können, so Peterhanwahr. So seien die problematischen Zeiten von 22 bis 4 Uhr personell verstärkt worden. Weil die Mitarbeiter aber Ruhezeiten einzuhalten haben, werde zum Beispiel sonntags in den Morgenstunden die Nummer der Einsatzzentrale kurzfristig auf die Polizei umgeleitet.

Angriffe auf Mitarbeiter des ZVE

Von außen betrachtet scheint der Mainzer ZVE gut aufgestellt. Derzeit sind insgesamt 53 Stellen besetzt, davon befinden sich momentan 46 Mitarbeiter im Wechselschicht-Dienst. Doch eine Aufstockung des Personals wird bereits diskutiert. „Es wird derzeit geprüft, ob weitere Stellen notwendig sind und geschaffen werden müssen“, sagt Stadtsprecher Peterhanwahr. Wer Mitarbeiter beim ZVE wird, muss allerdings damit rechnen, dass er beispielsweise bei Kontrollen in gefährliche Situationen gerät.

Wie Peterhanwahr sagt, komme es auch wie bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten immer wieder dazu, dass Mitarbeiter bedroht oder angriffen würden. „Aus Gründen der Eigensicherung sind die Streifen daher immer mindestens zu zweit unterwegs.“ Speziell an den Wochenenden an den „neuralgischen Orten“, wie zum Beispiel am Rheinufer, sei der ZVE regelmäßig auch nur in größerer Teamstärke unterwegs.

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