Niklas Kaul meldet sich nach dramatischem Olympia-Aus zu Wort

Verletzung offenbar nicht schwerwiegend

Niklas Kaul meldet sich nach dramatischem Olympia-Aus zu Wort

Am Tag nach seinem dramatischen Olympia-Aus bei den Sommerspielen in Tokio (wir berichteten) hat sich der Mainzer Zehnkämpfer Niklas Kaul zu seiner verletzungsbedingten Aufgabe geäußert. Auf seinem offiziellen Instagram-Account schrieb Kaul: „So habe ich mir mein Olympia-Debüt ganz sicher nicht vorgestellt! Verletzungsbedingt aufgeben zu müssen tut auch am Tag danach noch extrem weh.“

Nun wolle er seinem Körper eine notwendige Pause gönnen und sich anschließend neue Ziele setzen. Dennoch zeigte sich der 23-Jährige auch optimistisch: „Auch wenn es nur vier Disziplinen waren, hat mir dieser Wettkampf nach einer schwierigen Saison 2021 wieder gezeigt, wofür ich das alles mache und warum ich stolz bin, Zehnkämpfer zu sein.“ Zudem bedankte er sich in seinem Post für die vielen aufmunternden Nachrichten, die ihn in den vergangenen Stunden erreicht hätten. „Das bedeutet mir wirklich sehr viel!“, so Kaul in seinem Post.

Wie das Portal „Leichtathletik.de“ zudem berichtet, sei Kaul am Donnerstag in einer Klinik im Athletendorf ausführlich untersucht worden. Wie der leitende Arzt des Deutschen Leichtathletikverbands, Andrew Lichtenthal sagte, seien Kauls Verletzungen einer ersten Diagnose nach nicht besonders schwerwiegend: „Das Sprunggelenk wurde bei seinem Absprung über 2,11 Meter gequetscht. Es ist Gott sei Dank nichts gerissen und es gab auch keine Fraktur. Er benötigt jetzt Ruhe, und nach ein paar Wochen kann er den Fuß wieder voll belasten.“

Hintergrund

In Doha wurde Kaul 2019 zum jüngsten Zehnkampf-Weltmeister aller Zeiten, im selben Jahr zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Der gebürtige Mainzer ist in Saulheim aufgewachsen und trainiert beim USC Mainz. Seit einigen Jahren wohnt und studiert Kaul auch in Mainz.

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