Krieg in der Ukraine: Rutscht „Mainz bleibt Mainz“ jetzt vom TV in die Mediathek?

Ausstrahlen oder nicht? Aufgrund des Kriegs in der Ukraine wird nun diskutiert, ob die TV-Sitzung „Mainz bleibt Mainz“ überhaupt gesendet werden soll. Das ZDF hat jedenfalls am Donnerstag bereits gezeigt, wie es das Problem lösen kann.

Krieg in der Ukraine: Rutscht „Mainz bleibt Mainz“ jetzt vom TV in die Mediathek?

Eigentlich soll die große TV-Sitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ am Freitagabend im ZDF augestrahlt werden. Aufgezeichnet wurde die Fernseh-Fastnacht (aufgrund der Corona-Maßnahmen) bereits am Dienstag und Mittwoch. Doch nun wird diskutiert, ob die Beiträge der prominenten Redner überhaupt über die Bildschirme laufen sollen, während es beim Krieg in der Ukraine immer mehr Tote gibt. Möglicherweise könnte es jetzt zu einem Kompromiss kommen.

Erste Sitzung fliegt aus Programm

Wie Merkurist aus Fastnachtskreisen erfuhr, diskutiert das ZDF aktuell „hinter verschlossenen Türen, wie mit dem Thema umzugehen ist.“ Auch ein „Worst-Case“-Szenario, das vorsieht, die Show abzusagen beziehungsweise nicht auszustrahlen, sei denkbar (wir berichteten). Offiziell hat das ZDF hier aber noch keine Entscheidung getroffen. Für sein Programm am Donnerstagabend dagegen aber schon. So streicht der Mainzer Sender aus aktuellem Anlass die Karnevalssitzung „Kölle Alaaf – Die Mädchensitzung“ und sendet stattdessen ein „ZDF-Spezial“ zum Krieg in der Ukraine.

Doch ganz verzichten müssen die Zuschauer nicht auf die Kölner Fernsehsitzung. Das ZDF packt die Show nun in die Mediathek. Ähnlich könnte es jetzt bei „Mainz bleibt Mainz“ ablaufen. Anstatt die Sendung im schlimmsten Fall gar nicht auszustrahlen, wäre es möglich, die Sitzung im Stream bereitzustellen. Auf Anfrage, ob das ZDF dies nun tun will, erklärt eine Sprecherin am Donnerstagnachmittag, dass hier aktuell noch keine Entscheidung gefallen sei.

Mittlerweile hat sich auch „Fastnachtsjournal“-Moderator Lars Reichow zu Wort gemeldet, der auch dieses Jahr in der vorab aufgezeichneten Sitzung auftrat. Von den Entwicklungen in der Ukraine sei er zutiefst betroffen, schreibt Reichow via Instagram. Für die Ausstrahlung von „Mainz bliebt Mainz“ macht er sich dennoch stark. „Ich denke, dass die Sendung ausgestrahlt werden soll, wenn sich die Lage nicht bis Freitagabend massiv verschlechtert.“ Die Entscheidung liege aber beim ZDF. Es müsse aber nicht nur um „Mainz bleibt Mainz“ gehen, sondern generell um alle Unterhaltungssendungen. „Es wäre sehr schade, wenn die Sendung ausfallen würde“, so Reichow. Denn es sei eine sehr schöne Produktion mit tollen Vorträgen.

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