Corona in Mainz: Eine Zwischenbilanz

Infektionen, Todesfälle, Impfungen: Wir zeigen Euch, wie Mainz bisher durch die Krise gekommen ist.

Corona in Mainz: Eine Zwischenbilanz

Deutschland hat in dieser Woche eine traurige Zahl erreicht: Mehr als 50.000 Menschen sind hierzulande an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Vor allem Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sind in den vergangenen Monaten verstorben. Insgesamt gab es mehr als zwei Millionen nachgewiesene Infektionen. Doch wie sieht die Bilanz für Mainz aus? Wir haben für euch die wichtigsten Zahlen zusammengesucht.

Infektionen und Todesfälle

Am 22. Januar wurden in Mainz 37 Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl auf 6239 Fälle. Aktuell hat Mainz eine Inzidenz von 86 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Damit liegt die Stadt zwar im roten Bereich, aber deutlich unter dem bundesweiten Wert (115) und auch unter dem Wert von Rheinland-Pfalz (100). Seit April 2020 sind in der Stadt Mainz 122 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben.

Wie ganz Deutschland wurde auch Mainz besonders hart von der zweiten Welle getroffen. Deutlich mehr als die Hälfte aller Infektionen ereigneten sich seit November. Bei den Todesfällen sieht es ähnlich aus: Bis einschließlich Oktober 2020 starben 29 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Im November kamen 17 Opfer dazu, im Dezember waren es 52. Damit starben im Dezember mehr als in allen vorherigen Monaten zusammen. Im Januar starben bisher 24 weitere Personen. Wegen Meldeverzögerungen sind allerdings nicht alle Zahlen klar einem bestimmten Monat zuzuordnen.

Alten- und Pflegeheime

Auch in Mainz lebten die meisten Corona-Toten in Alten- und Pflegeheimen: Laut Gesundheitsamt waren es in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen rund 70 Prozent.

Noch am 19. Januar teilte das Gesundheitsamt mit, dass es in sechs Mainzer Seniorenheimen rund 100 Infizierte gebe (wir berichteten). Vor allem das Martinsstift und das Ursel-Distelhut-Haus in Mombach waren betroffen. Im Martinsstift waren 34 Menschen infiziert, in Mombach 23. Im Mainzer Alten- und Wohnheim wurden noch 16 Infizierte gezählt, im Caritas-Zentrum in Drais 14.

Impfen

In Mainz wird schon seit dem 27. Dezember geimpft - zuerst in den Altenheimen. Zudem wurde in Gonsenheim in der ehemaligen Fachhochschule ein Impfzentrum eingerichtet. Am 15. Januar waren bereits mehr als 1000 Impftermine in Mainz vergeben. Etwa 200 Menschen werden pro Tag geimpft, wie Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) ebenfalls am 15. Januar sagte.

Aktuellere Zahlen liegen uns nur für ganz Rheinland-Pfalz vor: So wurden seit Beginn der Impfungen im Land 115.713 Menschen geimpft. Damit liegt die Zahl der geimpften Menschen in Rheinland-Pfalz über der Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Corona-Krise mit dem Virus infiziert haben (86.090). Mit einer Impfquote von 2,6 Prozent liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt von 1,6 Prozent. Zudem wurden in den Alten- und Pflegeheimen bereits rund 50.000 Menschen (Personal und Bewohner) geimpft.

Corona-Verstöße

Für die Einhaltung der Corona-Regeln ist in Mainz das Ordnungsamt zuständig, die Polizei unterstützt die Behörde dabei. Laut Stadt-Pressesprecher Ralf Peterhanwahr registrierte das Ordnungsamt seit dem 16. Dezember insgesamt 180 Verstöße gegen die geltenden Regeln (Stand Mitte Januar). „Die überwiegende Zahl der Delikte sind Verstöße gegen die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, am Bahnhof und im ÖPNV“, so Peterhanwahr. Im Vergleich zu den Vormonaten sei die Zahl aber rückläufig, „da in den Fußgängerzonen viel weniger Leute unterwegs sind.“ Diesen Eindruck bestätigte auch die Mainzer Polizei auf Merkurist-Anfrage.

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