Er steckt hinter dem Uni-Hit-Video

Mit seinen Videos erreicht Youtuber Hawi aus Mainz-Kastel gerade hundertausende Nutzer. Sein größter Hit: ein Musik-Prank. Doch wie tickt Hawi? Und welche Pläne hat er als nächstes?

Er steckt hinter dem Uni-Hit-Video

Bis vor einigen Wochen war Hawi aus Mainz-Kastel ein ganz normaler Student der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität (JGU). Als er zum Spaß auf die Idee kam, Kommilitonen an der Uni Streiche zu spielen und Videos davon auf Youtube hochzuladen, änderte sich das allerdings. Denn mittlerweile haben zwei seiner Videos bereits die 100.000-Klick-Marke durchbrochen. Sein „Musik-Prank“, über den Merkurist vergangene Woche berichtete, steht inzwischen sogar bei knapp 250.000 Aufrufen. Dazu kommen die über 13.000 Abonnenten.

„Als Student hat man ein bisschen Zeit zwischen den Vorlesungen. Irgendwann habe ich mich entschlossen, Youtube-Videos zu machen“, erklärt Hawi im Gespräch mit Merkurist. Er selbst schaue viele Youtube-Videos, zu seinem Musik-Prank ließ er sich von amerikanischen Youtubern inspirieren. „Ich habe mir gedacht: Das sieht nach Spaß aus, das will ich auch machen“, verrät Hawi.

Doch was nach Spaß aussieht, ist harte Arbeit. „Das Schneiden konnte ich zeitlich gut mit dem Studium und meinem Job unter einen Hut bringen, was ich aber unterschätzt habe: Ich bin bei den Drehs noch auf einen Kameramann angewiesen. Ich bin also auch darauf angewiesen, dass er Zeit hat.“

„Dann gerät man ins Stottern“

Dazu kommt, dass nicht jeder, den Hawi verarscht hat, auch im Video zu sehen sein will. Der Youtuber klärt vor der Veröffentlichung der Videos mit seinen „Opfern“ ab, ob sie im Video gezeigt werden dürfen. „Wir haben die Kamera häufig in einem Karton versteckt, der mit einem Schal oder Kleidung zur Tarnung ausgestopft war. Wenn das ganze aber auffliegt, kommt man sich schon wie ein Perverser vor, weil man ja heimlich gefilmt hat. Das kann ziemlich peinlich sein und dann gerät man ins Stottern“, verrät Hawi. Die meisten Prank-Opfer würden ihm aber nach einer kurzer Erklärung glauben.

Doch wie wurde seine Musik-Verarsche an der JGU eigentlich zum Youtube-Hit? So genau weiß Hawi das selbst nicht. „Ich hatte das Video im November hochgeladen, nach den ersten drei Tagen hatte es ungefähr 1000 Aufrufe“, erinnert sich Hawi. Sein zweites Video erzielte dann plötzlich deutlich mehr Klicks und plötzlich strahlte der Erfolg auch auf andere Videos ab. „Warum die Videos so abgingen, weiß ich nicht. Aber es freut mich, dass ich so viele positive Rückmeldungen erhalten habe.“

Youtube zum Beruf zu machen, ist für den Student der Wirtschaftswissenschaften Stand jetzt keine Option. „Es macht mir sehr viel Spaß, aber mehr als eine Art Hobby nebenbei wird es wohl nicht für mich werden“, erklärt Hawi. In den nächsten Wochen will er weitere Prank-Video hochladen, auch Challenge-Videos sind in Planung. „Ich reise in diesem Jahr nach Asien, das möchte ich auch in Video-Vlogs dokumentieren“, sagt Hawi. (rk)

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