Nach 2G-Ärger: Fastnachtsverein sagt alle Saalveranstaltungen ab

Woody Feldmann hätte Veranstaltung in Kasteler Bürgerhaus moderiert

Nach 2G-Ärger: Fastnachtsverein sagt alle Saalveranstaltungen ab

Der Fastnachtsverein „Die Woi-Geister e.V“ sagt alle Saalveranstaltungen der Fastnachtskampagne 2021/22 ab. Grund dafür ist, dass sich mehrere Künstler nicht an 2G-Veranstaltungen beteiligen wollen – darunter Woody Feldmann, die Moderatorin der Fastnachts-Comedy Show im Kasteler Bürgerhaus (wir berichteten).

Wie der Carneval Club erklärt, ließen die aktuellen gesetzlichen Regelungen Fastnachtsveranstaltungen in Innenräumen mit 2G- oder 3G-Regel zu. „Die 3G-Reglung sieht jedoch vor, dass eine Maskenpflicht bis zum Sitzplatz besteht und vor allem, dass Abstandsregelungen umzusetzen sind.“ Eine solche Veranstaltung könne man sich nicht vorstellen. Deshalb habe man sich für 2G entschieden. „Der Vorstand der Woi-Geister trägt Verantwortung für die Gäste unserer Veranstaltung sowie über das uns anvertraute Vereinsvermögen. Somit ist dieses Modell für uns ohne Alternative.“

Aber: „Leider mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass ein erheblicher Anteil der Künstler/Musiker unseres fertigen Programms, darunter auch unsere Moderatorin Woody Feldmann, bisher nicht den gesetzlichen Anforderungen einer 2G-Veranstaltung entsprechen bzw. entsprechen möchten.“ Zudem hätten bereits einige Gäste ihre Kartenbestellungen wegen der 2G-Regelung storniert. „Auch die derzeit stark steigenden Corona-Zahlen verunsichern Gäste und auch uns als verantwortlicher Veranstalter.“

Der Verein könne keine Diskriminierung bei der 2G-Regelung erkennen, jedoch müsse man die individuellen Gründe der Künstler und Gäste akzeptieren. „Unter diesen Voraussetzungen sieht sich der Vorstand des Carneval Club ‘Die Woi-Geister’ e.V. gezwungen, unter Berücksichtigung der finanziellen Risiken für den Verein, alle Saalveranstaltungen in der Kampagne 21/22 abzusagen. Wir sind enttäuscht und traurig über diese sehr schwere, aber notwendige Entscheidung. Die bereits entrichtenden Kartenentgelte werden in den nächsten Wochen erstattet.“

Stattdessen arbeite man an neuen Open-Air-Formaten für den kommenden Kultursommer und werde die Kampagne 22/23 intensiv vorbereiten.

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