Wo ist Wohnen in Mainz am teuersten?

Sparkasse Mainz veröffentlicht Analyse

Wo ist Wohnen in Mainz am teuersten?

Was kostet Wohnen in Mainz? Mit dieser Frage hat sich die Sparkasse in ihrer Analyse „Wohnen in Mainz 2020“ beschäftigt. Darin geht es um die Kosten für Häuser und Eigentumswohnungen sowie Mietpreise (Stand Juni 2020).

Ein Wohnhaus kann man demnach am günstigsten in Drais kaufen. „Hier waren die durchschnittlichen Kaufpreise mit 2915,28 Euro pro Quadratmeter am niedrigsten.“ Wohnungen dagegen kosten laut Sparkasse in Marienborn am wenigsten. Hier zahlten Käufer durchschnittlich 2620,69 Euro pro Quadratmeter. „Die Mieten sind in Ebersheim am günstigsten: 9,57 Euro war hier der durchschnittliche Mietpreis.“

Am teuersten ist Wohnen in Gonsenheim — zumindest wenn man den Kaufpreis für Häuser betrachtet. Der liegt durchschnittlich bei 4337,90 Euro pro Quadratmeter. Wohnungen sind dagegen in der Altstadt am teuersten. 4113,35 Euro mussten Käufer im Durchschnitt bezahlen. Mit 12,38 Euro pro Quadratmeter sind hier auch die Mietpreise am höchsten.

Kaufpreise und Mieten seit 2010 stark gestiegen

Die Sparkasse Mainz hat auch die Entwicklung der durchschnittlichen Immobilienpreise der vergangenen zehn Jahre betrachtet. „Kostete ein Haus im Jahr 2010 noch durchschnittlich 2075,96 Euro pro Quadratmeter, sind heute schon 3665,72 Euro dafür aufzubringen.“ Bei Eigentumswohnungen ist ebenfalls eine deutliche Preissteigerung zu verzeichnen: Vor zehn Jahren kostete der Quadratmeter noch 1653,65 Euro im Durchschnitt, heute 3306,35 Euro. Die Mietpreise stiegen im selben Zeitraum von 8,50 Euro auf 11,39 Euro pro Quadratmeter. Die hohen Preise erklärt die Sparkasse mit der Nähe zum Rhein-Main-Gebiet, der guten Infrastruktur, den Arbeitsplätzen und der Universität. Daher gebe es eine hohe Nachfrage — und diese zeigt sich in steigenden Immobilienpreisen.

Nennenswerte Auswirkungen habe die aktuelle Corona-Krise bislang kaum auf die Immobilienpreise gehabt, so die Sparkasse. „Allein im ersten Halbjahr 2020 haben bestehende Wohnhäuser eine Wertsteigerung von 8,85 Prozent erfahren. Neubauten immerhin noch 1,83 Prozent. Auch Wohnungen haben sich trotz der Pandemie verteuert. Bestandswohnungen kosten 4,6 Prozent mehr als Ende 2019, neue Wohnungen haben um 3,2 Prozent zugelegt.“ Ob das auch zukünftig so bleibe, hänge am stärksten von der Entwicklung des Arbeitsmarktes ab.

Die gesamte Analyse könnt Ihr hier nachlesen. (ts)

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