Mutter aus Mainz kämpft seit Jahren gegen Schimmel in ihrer Wohnung

Eine Mieterin aus Mainz kämpft seit Jahren gegen Schimmel in ihrer Wohnung und fühlt sich alleingelassen. Die Wohnbau Mainz sieht die Ursache für den wiederkehrenden Befall auch im Verhalten der Mieterin.

Mutter aus Mainz kämpft seit Jahren gegen Schimmel in ihrer Wohnung

Eine Mieterin der Wohnbau Mainz ist verzweifelt: Seit ihrem Einzug kämpft die Mutter von zwei Kindern gegen erhebliche Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme in ihrer Erdgeschosswohnung in der Berliner Straße. „Für mich ist die Situation inzwischen sehr belastend“, schreibt sie in einer E-Mail an Merkurist.

Bereits kurz nach dem Einzug seien Möbel von Schimmel befallen gewesen. Bei starkem Regen dringe zudem immer wieder Wasser in die Wohnung ein. Trotz verschiedener Maßnahmen wie Abdichtungen und Malerarbeiten trete der Schimmel weiterhin auf. „Uns wurde wiederholt vermittelt, dass möglicherweise falsches Lüften die Ursache sei. Das können wir so nicht nachvollziehen“, so die Mieterin.

Besonders belastend sei ein aktueller Schaden im Badezimmer, der durch einen Wasserrohrbruch in der darüberliegenden Wohnung im vergangenen Jahr entstanden sei. Obwohl Firmen den Schaden im September und Oktober 2025 begutachtet hätten, sei er bis heute nicht dauerhaft behoben. Die Mieterin fühlt sich zwischen der Wohnbau und den beauftragten Firmen hin- und herverwiesen. Eine angekündigte Mietminderung sei unbeantwortet geblieben.

Wohnbau verweist auf Lüftungsverhalten

Wie die Mainzer Wohnbau auf Merkurist-Anfrage mitteilt, seien die Schimmelbildung und der Wasserschaden im Badezimmer bekannt. „Wir nehmen die damit verbundenen Beeinträchtigungen für die Mieterin ernst“, so die Pressesprecherin. Auch bestätigt sie, dass in der Wohnung bereits mehrfach Maßnahmen durchgeführt worden, um den Schimmel zu beseitigen.

„Nach der bisherigen Einschätzung unserer technischen Abteilung gibt es bei der wiederkehrenden Schimmelbildung an den Außenwänden Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Lüftungs- und Nutzungsverhalten“, teilt die Wohnbau auch gegenüber Merkurist mit. Die Mieterin sei hierzu bei einem Ortstermin beraten worden.

Der Wasserschaden im Badezimmer sei davon getrennt zu betrachten. Für die Reparatur sei eine Fachfirma beauftragt und die Mieterin über den aktuellen Stand informiert worden. Weitere Details teilt die Wohnbau gegenüber Merkurist nicht mit.

Meldungen über Schimmelprobleme aus anderen Wohnungen des Hauses liegen der Wohnbau nach eigenen Angaben nicht vor. Die Merkurist-Leserin sieht das anders: „In der Berliner Siedlung wohnen viele andere Nachbarn, die genau die gleichen Probleme haben und ebenfalls mit Schimmelbefall in den Ecken ihrer Wohnungen kämpfen. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei all diesen Haushalten ausschließlich am falschen Lüften liegen soll.“

Außerdem habe sie vorher in einer anderen Wohnung gewohnt, für die ebenfalls die Wohnbau zuständig war. „Dort haben wir genauso gelüftet wie hier und hatten keinerlei Probleme mit Schimmel oder damit, dass unsere Möbel und andere Gegenstände dadurch beschädigt wurden.“