Nagelsmann über Mainz-Star Amiri: Darum ist er bei der WM dabei

Nadiem Amiri vom FSV Mainz 05 fährt zur WM. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt die Nominierung und lobt den Mittelfeldspieler. Er sei wie ein Elektromotor, der sofort Leistung bringe.

Nagelsmann über Mainz-Star Amiri: Darum ist er bei der WM dabei

Der Mittelfeldstar des FSV Mainz 05, Nadiem Amiri, steht im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Wie der Deutsche Fußballbund (DFB) am Donnerstag mitteilte, gehört der 29-jährige Mittelfeldspieler zum Kader für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (wir berichteten).

Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag erläuterte Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Entscheidung. Er kennt Amiri bereits seit dessen Jugendzeit in Ludwigshafen. „Er ist ein Spieler, der anders als so ein alter Dieselmotor ist. Der braucht keine Anlaufphase, er muss sich nicht erwärmen, bis es losgeht, sondern der ist wie ein Elektromotor, hat direkt Drehmoment“, so Nagelsmann.

„Immer am Limit unterwegs“

Amiri sei ein Spieler, der immer Emotionen zeige und gewinnen wolle. „Wenn er zehn Minuten spielt, powert er die zehn Minuten durch, wenn er 90 Minuten spielt, ist er immer am Limit unterwegs“, erklärte der Bundestrainer. Auch wenn Amiri zunächst eine „Back-up-Rolle“ haben werde, sei er sich sicher, dass dieser Einsatzzeiten bekommen wird.

Nagelsmann schätzt an dem Mainzer dessen Fähigkeit, einem Spiel eine neue Wendung zu geben. „Diese Emotionalität, die er verkörpert, die kann der Mannschaft gerade in der Hitze, wenn ein Spiel dann ab der 70. vielleicht anfängt zu plätschern, weil die Mannschaften müde sind, dann kann der noch mal reinkommen und mit seiner positiven Galligkeit noch mal was auslösen.“ Für Gegner sei Amiri „super nervig, weil er immer auf dem Gaspedal ist“.

Nagelsmann lobte auch die Rolle von Mainz-05-Trainer Urs Fischer, der das Team „super stabilisiert“ habe. „Da kann er sich auch bei seinem Trainer bedanken. Also nicht bei mir, sondern bei seinem Vereinstrainer, dass er dabei ist.“ Seinen Platz im Kader habe Amiri aber in erster Linie sich selbst zu verdanken.