Warum das Restaurant „Zum goldenen Adler“ schließt

Knapp 20 Jahre lang konnten die Mainzer im „goldenen Adler“ essen, trinken oder Feste wie Fastnacht und Halloween feiern. Doch damit ist nun Schluss. Am vergangenen Sonntag hatte die Gaststätte zum letzten Mal geöffnet.

Warum das Restaurant „Zum goldenen Adler“ schließt

Der Biergarten im „goldenen Adler“ war am letzten Sonntag noch einmal vollbesetzt. Der Restaurantbetrieb lief auf Hochtouren und viele Gäste nutzten die sommerlichen Temperaturen, um im Biergarten bei Essen und Trinken zu entspannen. Einige Gäste kamen an diesem Tag aber aus einem bestimmten Grund. Sie wollten sich beim Wirt des „goldenen Adlers“ und dessen Angestellten verabschieden. Denn das Wirtshaus macht nach knapp 20 Jahren zu.

Hintergründe der Schließung

Den Betreibern Rudi Baumann und Kerstin Kropp fiel es nicht leicht, das Restaurant aufzugeben. Dennoch zogen die beiden nun einen Schlussstrich. Für sie seien es vor allem persönliche Gründe gewesen, die ausschlaggebend für die Schließung waren. „Wir wollten einfach wieder mehr Zeit haben und weniger Stress“, so die beiden gegenüber Merkurist. Vor fast 20 Jahren haben Baumann und Kropp die Gastronomie übernommen, damals als Nachfolger des Metzgermeisters Eduard Becker. „Wir wussten aber von Anfang an, dass wir das nicht bis ins hohe Alter machen würden“, so die Betreiber weiter.

Jetzt sei ein guter Zeitpunkt gewesen, sich noch einmal umzuorientieren und etwas Neues zu probieren. Dennoch sei der Abschied schwer gefallen. Für viele Gäste sei es ein kleiner Schock gewesen, als sie von der Schließung erfuhren. „Es haben viele geweint. Das zu sehen, war schon heftig.“ Noch immer würden häufig Gäste anrufen und einen Tisch reservieren wollen. „Denen muss ich dann leider sagen, dass wir nicht mehr geöffnet haben. Die können es dann kaum glauben. Aber sie haben auch Verständnis dafür.“

Wird es einen Nachfolger geben?

Wie es mit der Gaststätte weitergeht, steht noch nicht fest. Grundsätzlich sind Baumann und Kropp aber offen für einen Nachfolger. Interessenten gebe es bereits. Es komme allerdings nicht jeder als Nachfolger in Frage. „Wir möchten hier wieder ein Restaurant haben, das ausschließlich deutsche Küche anbietet. Es muss jemand sein, der die Tradition des goldenen Adlers beibehält und voll dahintersteht“, so Kropp. Wenn sich kein Nachfolger finde, werde die Gaststätte in eine Wohnung umgebaut. „Wir hätten natürlich Lust, den Nachfolger zu unterstützen. Der könnte direkt loslegen, es ist alles dafür da“. Zunächst möchten Baumann und Kropp aber ihre freie Zeit genießen.

Logo