Mainz gehört weiter zu Deutschlands stärksten Wirtschaftsstandorten

Eine neue Studie bescheinigt Mainz weiterhin eine hohe Wirtschaftskraft. Nach einem historischen Hoch normalisieren sich die Zahlen. Die Stadt sieht sich auf hohem Niveau angekommen.

Mainz gehört weiter zu Deutschlands stärksten Wirtschaftsstandorten

Die Stadt Mainz gehört laut dem aktuellen IW-Regionalranking weiterhin zur Spitzengruppe der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Das teilt die Stadtverwaltung mit. In dem bundesweiten Niveauranking belegt Mainz Rang 14 von 400 untersuchten Regionen.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine Normalisierung nach den Rekordjahren, die vom Erfolg des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech geprägt waren. So war Mainz im IW-Ranking 2024 von Rang 153 (2022) auf einen historischen zweiten Platz aufgestiegen. Dass die Veränderungsgeschwindigkeit im sogenannten Dynamikranking nun nachlasse, sei nach einem derart einmaligen Wachstumsschub mathematisch nicht wiederholbar, so die Stadtverwaltung.

Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) erklärt die Entwicklung mit einem Vergleich zum Autofahren: „Die Beschleunigung lässt selbstverständlich nach, aber die Geschwindigkeit bleibt hoch. Mainz ist jetzt auf hohem Niveau angekommen und ein international sichtbarer Innovations- und Wirtschaftsstandort. Und wir arbeiten jeden Tag hart daran, dass das so bleibt.“ Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) sagt dazu: „Unsere strukturellen Vorteile sind eine exzellente Wissenschaftslandschaft, ein leistungsfähiger Arbeitsmarkt und ein hoch innovatives Life-Science-Ökosystem.“

Starker Arbeitsmarkt und boomender Tourismus

Laut der Stadtverwaltung zeigt sich der Mainzer Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liege auf einem hohen Niveau und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften sei trotz schwächerer Konjunktur hoch.

Auch der Tourismus trage spürbar zum Wirtschaftswachstum bei. Zum dritten Mal in Folge habe Mainz einen neuen Rekord bei Gästeankünften und Übernachtungen verzeichnet. Im Jahr 2025 wurden rund 1,19 Millionen Übernachtungen registriert, ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon profitieren Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und die Kulturwirtschaft.

Massive Investitionen in die Zukunft

Um das Wachstum zu sichern, investiert die Stadt konsequent in Zukunftsbranchen. Der Life-Science- und Biotechnologiebranche sollen kurz- und langfristig neue Flächen zur Verfügung gestellt werden, etwa auf dem Life Science Campus oder der ehemaligen GFZ-Kaserne. Parallel investieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen in die Infrastruktur. So ist das Laborgebäude LAB 1 bereits fertiggestellt, weitere Projekte wie LAB 2, das neue TRON-Laborgebäude oder das HI-TRON befinden sich im Bau. Auch BioNTech investiert weiterhin in den Standort.

Zusätzliche Impulse sollen durch die Auszeichnung von Futury als bundesweite „Startup Factory“ und die jüngst geschlossene Partnerschaft mit Heidelberg entstehen, um Forschung, Start-ups und Kapital stärker zu vernetzen.

Hintergrund

Das IW-Regionalranking vergleicht seit 2016 alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands anhand von Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Während das Niveauranking die aktuell stärksten Regionen abbildet, misst das Dynamikranking die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre.