Beim Sex: Paar zerlegt Toilette im „Phönixbowling“

Geräusche wie von einer „Horde Wildschweine“, Blutspritzer an Boden und Wänden und ein zerlegtes Klo - dieses Liebesspiel in der Toilette im „Phönixbowling“ war so wild, dass sogar die Polizei einschreiten musste.

Beim Sex: Paar zerlegt Toilette im „Phönixbowling“

Zunächst sah alles nach einer ruhigen Nacht aus: Am 14. Juli, einem Freitagabend, befanden sich im „Phönixbowling“ in Bretzenheim gegen halb eins nur noch drei Gäste und drei Mitarbeiter. Bowlingkugeln rollten schon länger keine mehr. Stattdessen saßen die drei Gäste am Tresen - bis zwei von ihnen plötzlich Richtung Toilette verschwanden.

Etwa eine halbe Stunde war vergangen, als ein Mitarbeiter seine Kollegin bat, nach dem Paar zu schauen. Was sie dann in der Damentoilette hörte, glich laut der Mitarbeiterin den Geräuschen „einer Horde Wildschweine“, so erzählt es die Inhaberin des Bowling-Centers gegenüber Merkurist. Die Mitarbeiterin kam zurück und nahm nun ihren Kollegen mit. Die beiden redeten eine halbe Stunde auf das Pärchen ein - doch das ließ sich nicht stören. Immer noch krachte und rumpelte es in der Toilettenkabine.

Toilette verwüstet

Die Mitarbeiter holten schließlich einen dritten Kollegen, klopften gegen die Tür, riefen dem Paar zu, dass sie jetzt schließen wollten. Dann endlich - nach insgesamt rund einer Stunde - kam das Pärchen raus. Sie voll bekleidet, er mit nacktem Oberkörper. „Und dieser war total zerkratzt und blutig“, so die Inhaberin.

„Sie müssen irgendwann die Kabine gewechselt haben.“ - Inhaberin

Doch das wilde Liebesspiel hinterließ nicht nur am Rücken des Mannes seine Spuren: Überall an den Wänden und am Boden waren Blutspritzer zu sehen, Klobrille und Klodeckel lagen auf dem Boden, in der Kabinentür war ein Loch. Auch in der benachbarten Toilette klebte Blut. „Sie müssen irgendwann die Kabine gewechselt haben“, sagt die Inhaberin.

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Und wie reagierte das Pärchen dann? „Sie waren nicht aggressiv - stritten aber ab, dass sie etwas mit der Verwüstung zu tun haben.“ Als die Polizei gegen 2:20 Uhr eintraf, stand der Mann immer noch mit nacktem Oberkörper da. „Wir können die Sachbeschädigungen und die Kratzer am Rücken bestätigen“, so ein Sprecher der Mainzer Polizei. Die Kollegen vor Ort hätten den Schaden auf 600 Euro geschätzt, die Inhaberin erwartet eine noch höhere Rechnung: „Wir gehen von rund 2000 Euro aus, auch weil beispielsweise die Tür von einem Schreiner erneuert werden muss.“

„Sie streiten es bis heute ab“

Nachdem die Spurensicherung da war, beseitigten die Mitarbeiter die Blutspuren und die Schäden an der Toilette, nur das Loch in der Tür ist immer noch zu sehen. Von einer Anzeige und einem zivilrechtlichen Verfahren wollte das „Phönixbowling“ eigentlich absehen. „Wir hatten gehofft, uns außergerichtlich zu einigen. Aber die beiden streiten bis heute ab, dass sie etwas damit zu tun haben.“

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Zwar finde sie die Geschichte einerseits witzig, doch andererseits hoffe sie, nicht auf den Kosten sitzenzubleiben. Was sie auch verwundert: „Das war kein One-Night-Stand, die beiden kamen offensichtlich schon als Paar an. Außerdem waren sie keine Teenager mehr - sondern mindestens 30.“ Warum sich das Pärchen ausgerechnet die Toilette des „Phönixbowling“ ausgesucht hat, kann sich die Inhaberin nicht erklären. „Ich wusste nicht, dass unsere Klos so eine erotisierende Wirkung haben.“

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