Friseurverband: „Nicht alle werden in der ersten Woche einen Termin bekommen“

Die Friseure in Mainz dürfen ab dem 1. März wieder öffnen. Weil der Andrang groß ist, hofft der Geschäftsführer des „Landesverbands Friseure & Kosmetik Rheinland“ auf das Verständnis der Kunden.

Friseurverband: „Nicht alle werden in der ersten Woche einen Termin bekommen“

Vergangene Woche entschieden Bund und Land, dass Friseursalons ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Für den „Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland“, der lange eine Wiedereröffnung gefordert hat, ist das ein großer Erfolg. Geschäftsführer Dirk Kleis erzählt, warum es gut ist, dass die Friseure wieder öffnen, welche Herausforderungen noch bestehen und dass Kunden Geduld mitbringen müssen.

„Wir sind zufrieden“, sagt Dirk Kleis über die anstehende Wiedereröffnung der Friseure. „Diese Entscheidung berücksichtigt unsere Argumente, dass für viele Menschen der Friseur aus hygienischen Gründen sehr wichtig ist.“ Die Friseursalons hätten ein gutes Hygienekonzept, das nachweislich nicht zu nennenswerten Inzidenzen geführt habe. „Letztendlich hoffen wir, dass weitere Schwarzarbeit damit reduziert wird und sich die Infektionen nicht in den häuslichen Bereich verlagern.“

Aber: So sehr sich einige Kunden auch auf den Besuch beim Friseur freuen, müssen sich viele wahrscheinlich erst einmal gedulden. „Wir rechnen mit einer sehr hohen Kundennachfrage. Leider werden aber nicht alle in der ersten Woche Termine bekommen können“, sagt Kleis. „Wir bitten die Kunden um Verständnis, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis alle einen Termin bekommen können.“ Immerhin müssen sich die Friseure an Hygieneregeln halten, um Kunden und Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen. Dazu gehört unter anderem das Tragen von Schutzmasken und Abstände, die eingehalten werden müssen.

Aktuell laufen bereits in vielen Salons die Terminvereinbarungen. „Derzeit sind die Friseure gefordert, die aktuellen Hygienevorschriften für die einzelnen Salons zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen“, sagt Kleis. Seit letzter Woche können Friseure auch die Überbrückungshilfe III beantragen. Wie schnell die Zahlungen ankommen, könne der Verband noch nicht sagen, weil es in der Kürze der Zeit noch keine Erfahrungen dazu gebe, sagt Kleis. „Leider ist aber immer noch keine Entschädigung für den entgangenen Unternehmerlohn in die Förderbedingungen aufgenommen worden“.

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