Hier findet ihr Video-Interviews mit allen Mainzer OB-Kandidaten

Ein Team aus Mainzer Medienschaffenden hat ausführliche Video-Interviews mit allen Mainzer OB-Kandidaten geführt. Wir haben mit zwei Teammitgliedern über das Video-Projekt „What's on our Mindz?“ gesprochen.

Hier findet ihr Video-Interviews mit allen Mainzer OB-Kandidaten

Noch knapp einen Monat dauert der OB-Wahlkampf in Mainz, dann steht am 12. Februar auch schon der Wahlsonntag an. Damit sich die Mainzer Wähler einen besseren Eindruck von den sieben Kandidaten verschaffen können, hat ein Team aus 13 Freiwilligen ausführliche Video-Interviews mit allen geführt. Zu sehen sind die Gespräche schon seit einigen Wochen auf dem Youtube-Kanal „What's on our Mindz?“.

Adrian Fuchs und Raphael Foidl waren Teil des Teams, das bereits im OB-Wahlkampf 2019 Videointerviews mit den Kandidaten geführt hatte. Beide sind Medienschaffende, Fuchs ist Redakteur und vor der Kamera tätig, Foidl als Fotograf und Kameramann mehr im Hintergrund. „Wir haben das Projekt gestartet, weil wir die Wahl für ein sehr wichtiges Thema halten und wir die Befürchtung hatten, dass der Wahlkampf wegen der kurzen Zeitspanne in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen könnte“, sagt Fuchs im Gespräch mit Merkurist. Foidl ergänzt: „Alle aus dem Team kennen sich aus ihrer Zeit an der Hochschule Mainz. Jeder hat ehrenamtlich gearbeitet, also kein Geld für den Job bekommen.“

Wie ticken die Kandidaten?

In ihren Videointerviews stellen die Macher der Videos jeden Kandidaten in 30 bis 45 Minuten vor. Es sei nämlich wichtig, dass die Wähler die Gelegenheit bekommen, die Kandidaten über längere Zeit sprechen zu hören. „Dabei geht es nicht nur um das Inhaltliche“, sagt Foidl. „Es geht auch darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie ein Kandidat oder eine Kandidatin tickt, wie er oder sie spricht und denkt.“

Mitte Oktober sammelte sich das Team und bereitete die Interviews vor, organisierte ein Studio, Ausstattung und lud die Kandidaten ein. So konnten die Interviews schon im November geführt und anschließen aufbereitet werden. „Wir haben alle sieben Interviews in zwei Tagen gedreht, das war ein großer zeitlicher Aufwand“, erinnert sich Fuchs. „Nach den beiden Tagen war ich komplett platt.“ Schwierig sei die Vorbereitung für die Interviews auch deshalb gewesen, weil zu diesem frühen Zeitpunkt des Wahlkampfs über manche Kandidaten noch nicht besonders viele Informationen vorlagen. Schließlich waren manche von ihnen im Herbst erst von ihren Parteien vorgeschlagen worden, Wahlkampfprogramme wurden noch erarbeitet.

Für Fuchs und Foidl ist die anstehende Wahl ein richtungsweisendes Ereignis, wie beide sagen: „Wir haben die Möglichkeit, einen neuen OB zu wählen, zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt finanziell völlig neue Möglichkeiten hat – ich finde, das ist ein guter Zeitpunkt“, sagt Fuchs. Für Foidl sind zudem nicht nur politische Inhalte der Kandidaten wichtig: „Michael Ebling war ein nahbarer OB, mit dem man sich unterhalten konnte. Daher finde ich es spannend, wie der kommende OB in der Kommunikation ist.“

Wie geht es weiter?

Zu Beginn des Wahljahres haben die beiden Medienschaffenden ihren Fokus wieder mehr auf ihre Berufe gelegt, doch gut möglich, dass sie sich in Zukunft weiteren stadtpolitischen Themen widmen. „Wir haben die Idee, Mitglieder des Mainzer Stadtrates in ähnlichen Videos vorzustellen. Denn die Mainzer sollten wissen, wer relevante Themen in der Kommunalpolitik mitentscheidet“, so Fuchs.

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