Junge Musikerinnen setzen ein Zeichen

Mehr Mut zur Menschlichkeit - diese Aufforderung haben drei junge Künstlerinnen in einem gemeinsam produzierten Dancetrack verwirklicht. In der Panama Bar feiert der Song am heutigen Samstag Premiere.

Junge Musikerinnen setzen ein Zeichen

Dj Miss Günnie T, Jaydine und Raven: Das sind die Pseudonyme dreier junger Künstlerinnen, die sich in den vergangenen Monaten zusammengeschlossen haben, um einen Song zu schreiben, der gleichermaßen die „Disko zum Beben“, aber die Hörer auch zum Nachdenken anregen soll. „How can we bring humanity back?“ lautet der Titel des Songs, in dem die Künstlerinnen an die Gesellschaft appellieren, mehr Menschlichkeit zu zeigen. Am heutigen Samstag feiert der Song Weltpremiere in der Panama Bar.

Durch die Musik vereint

Dj Miss Günnie T legt in Mainzer Clubs bereits seit 10 Jahren auf. Die Musik war es auch, die sie mit ihren Kolleginnen Raven und Jaydine zusammengebracht hat. „Ich habe Günnie in einem Club in Frankfurt spielen hören, und mir hat ihr Stil auf Anhieb gefallen. Da wusste ich schon, dass ich zusammen mit ihr Musik machen will“, sagt Jaydine, die als professionelle Rapperin und Sängerin arbeitet.

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Auf ihrem Youtube-Kanal haben schon über 5000 User ihre Musikvideos geklickt.

Ebenfalls an der Produktion des Songs beteiligt ist Musikproduzentin und Rapperin Raven. Mit ihren Tracks hat sie bereits mehrere Tausend User auf verschiedenen Internet-Plattformen erreichen können. In ihrem Tontechnik-Studium hat sie sich die nötigen Kenntnisse aneignen können, um auch mit geringen Mitteln Musik produzieren zu können.

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„Ich hatte DJs gesucht, die einen meiner Songs spielen würden. Da ich Günnie schon oft auflegen gehört habe und ich ihre Musik immer cool fand, war sie die erste, die ich angeschrieben hab“, sagt Raven. Ihren Track spielte Günnie schließlich live vor Publikum im Schon Schön „und der Song kam echt gut an“, so Raven. Dies war schließlich auch ein Grundstein für die spätere gemeinsame Zusammenarbeit.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte DJane Günnie dann die Idee zu dem Song, samt Beat und Melodie. „Daraufhin habe ich Jaydine gefragt, ob sie sich vorstellen kann, mit mir zusammen zu arbeiten. Sie lieferte schließlich dann den nachdenklichen Text und eine schöne passende Singmelodie.“ Raven habe sie mit ins Boot geholt, weil sie das Mixing beherrscht. „Wir haben gemeinsam ein richtiges Brett auf die Beine gestellt“, sagt Günnie.

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Aus Günnies anfänglichen Spielereien auf dem Laptop entwickelte sich bald eine ernste Songproduktion, die in Ravens kleinem Homestudio verfeinert wurde. Eine Arbeit, die sich über mehrere Monate erstreckte, da die Künstlerinnen mitten im Berufs- und Studentenleben stehen.

Idee hinter dem Song

Neben diesem Umstand ist es das Thema des Liedes, was die Zusammenarbeit zu einer Herzensangelegenheit werden ließ. Mit „Humanity“, so der Name des Songs, wollen die drei Musikerinnen nicht nur Feierlaune in den Clubs verbreiten, sondern die Zuhörer auch zum Nachdenken anregen. „Immer noch werden Menschen auf der ganzen Welt in Kategorien geschmissen, diskriminiert und an den Rand des Gesellschaft gestellt. Wir wollen den Menschen sagen: Öffnet eure Augen, wir sind doch alle gleich. Wo ist eure Menschlichkeit?“, sagt Raven.

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Im Dezember soll der Song veröffentlicht werden. Wer den Track aber schon zuvor hören möchte, kann das am heutigen Samstag in der Panama Bar tun. Denn dort werden die Künstlerinnen den Song zum Auftakt der neuen von Dj Miss Günnie T initiierten Partyreihe „Unicorn“ ab 22 Uhr live performen. Der Eintritt kostet sechs Euro. Jeweils ein Euro davon geht an die Rainbow Refugees Mainz. Die Initiative ist eine Anlaufstelle für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter und queere Geflüchtete in Mainz, die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

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