So viel Mainz steckt in der Fußball-WM

In weniger als einer Woche (14. Juni) beginnt die Fußball-WM in Russland. In den Kader der deutschen Nationalmannschaft hat es zwar kein Spieler des FSV Mainz 05 geschafft - doch ganz ohne Mainzer Beteiligung läuft der WM-Sommer nicht ab.

So viel Mainz steckt in der Fußball-WM

Jetzt wird es ernst: Seit Anfang der Woche steht fest, welche Spieler im WM-Aufgebot ihrer Fußball-Nationalmannschaften vertreten sind. Von den insgesamt 736 Spielern, die ab dem kommenden Donnerstag an der Weltmeisterschaft in Russland teilnehmen, kommen lediglich zwei aus der aktuellen Mannschaft von Mainz 05. Doch auch einige ehemalige 05er haben den Sprung in ihre Landesauswahl geschafft.

Dänemark

Rot und Weiß - das sind nicht nur die Farben von Mainz 05, sondern auch die dänischen Landesfarben. Im Kader der Dänen finden sich gleich zwei ehemalige Mainzer wieder. Zum einen Viktor Fischer, der die 05er nach nur einem halben Jahr im Januar 2018 schon wieder verließ. Der 23-Jährige war mit seinen Einsatzzeiten unter Trainer Sandro Schwarz nicht zufrieden und wechselte in die Heimat zum FC Kopenhagen.

Ebenfalls im Aufgebot Dänemarks: Torhüter Jonas Lössl. Der Nachfolger von Loris Karius erlebte eine unglückliche Saison 2016/2017 bei Mainz 05. Viele Fans waren mit den Leistungen von Lössl unzufrieden. Im Sommer 2017 ließ er sich zum englischen Premier League-Klub Huddersfield Town FC ausleihen. Seit März steht fest: Dort wird er auch in den nächsten Jahren spielen - Huddersfield verpflichtete Lössl fest.

Japan

Auch im japanischen WM-Kader sind zwei Spieler mit Mainz-Bezug zu finden. Zum Beispiel Stürmer Yoshinori Muto, der sich mit einer starken Weltmeisterschaft in den Fokus englischer Vereine spielen will. Der Vertrag des 25-jährigen Stürmers läuft zwar noch bis 2019, doch Muto hat bereits angekündigt, den FSV in diesem Sommer verlassen zu wollen.

Einer der Konkurrenten von Muto in der japanischen Auswahl ist Shinji Okazaki, der von 2013 bis 2015 für die Mainzer spielte. Viele 05-Fans haben den quirligen Stürmer in bester Erinnerung: In 70 Pflichtspielen für den FSV erzielte Okazaki 29 Tore. Im Sommer 2015 wechselte er zu Leicester City nach England und wurde gleich in seiner ersten Saison überraschend Meister mit den „Foxes“.

Südkorea

Und noch ein Mainz-Pärchen - diesmal im Kader der südkoreanischen Mannschaft. Ju-ho Park und Ja-cheol Koo haben eine Mainzer Vergangenheit. Park kam im Sommer 2013 vom FC Basel nach Mainz und überzeugte bei den 05ern als Linksverteidiger und Mittelfeldspieler. Im Sommer 2015 wechselte er überraschend zu Borussia Dortmund - dort kam er unter seinem ehemaligen Mainz 05-Trainer, Thomas Tuchel, allerdings nur selten zum Einsatz. Inzwischen spielt er bei Ulsan Hyundai in der Heimat.

Apropos Thomas Tuchel: Im Januar 2014 war Ja-cheol Koo der absolute Wunschspieler des damaligen Mainzer Trainers. Für knapp fünf Millionen Euro Ablöse verpflichtete der FSV Koo vom VfL Wolfsburg. Ein halbes Jahr später war Tuchel nicht mehr Mainz-Trainer - Koo kam nie richtig bei den 05ern an. Im Sommer 2016 wechselte er zum FC Augsburg. Auch er ist im Kader der südkoreanischen Mannschaft.

Nigeria

Leon Balogun fährt als Mainzer für das nigerianische Team zur Fußball-Weltmeisterschaft. Sollte seine Mannschaft die Vorrunde überstehen, wäre Balogun allerdings schon Spieler des englischen Premier-League-Klubs Brighton & Hove Albion. Dort steht der 29-jährige Verteidiger nämlich ab dem 1. Juli unter Vertrag.

Schweiz

Und auch die Schweizer Nationalmannschaft hat einen ehemaligen Spieler des FSV Mainz 05 in ihrem Aufgebot: Mario Gavranovic. Der inzwischen 28-Jährige war in der Saison 2011/2012 vom FC Schalke 04 an den FSV ausgeliehen - glücklich wurde er in Mainz nicht. In fünf Pflichtspieleinsätzen gelang ihm kein Tor im Trikot der 05er. Nach seinem Abgang aus Mainz war der Stürmer nicht gut auf seinen Ex-Klub zu sprechen. Gegenüber dem Tagesanzeiger sagte er: „Mainz war für mich eine der größten Enttäuschungen in meinem Leben.“

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