St. Christoph bekommt Turmhelm

Der Turm der Kirche St. Christoph soll einen neuen Turmabschluss bekommen. Durch diese Maßnahme soll das Stadtbild von Mainz wieder komplettiert werden.

St. Christoph bekommt Turmhelm

Am 27. Februar 2023, am Jahrestag des Luftangriffs auf Mainz, soll die Kirche St. Christoph in der Mainzer Altstadt wieder eine abgeschlossene Turmspitze haben. Das gab Marianne Grosse (SPD), Dezernentin für Kultur und Bauwesen, gemeinsam mit Mäzen Stefan Schmitz von der Initiative St. Christoph am Montag bekannt.

Stilisierte offene Turmspitze

Geplant ist, den Turm mit einem stilisierten Turmhelm nach historischem Vorbild abzuschließen. Die Turmspitze wird demnach nicht zugemauert, sondern nur als offenes Stahlskelett bestehen. Die Gestaltung der 15 Meter hohen Spitze erfolgt durch das Mainzer Architekturbüro „Bonn“. Laut Mäzen Schmitz hat sich die Initiative St. Christoph schon seit langem für einen Turmabschluss eingesetzt. „Die Spitze komplettiert die Silhouette von Mainz und trägt zum Stadtbild bei.“

Bevor mit den Arbeiten am Turmhelm begonnen werden kann, soll eine weitere Sicherung der Baustruktur des Turms vorgenommen werden. Diese dient laut Grosse der Stabilisierung und Sicherung des im Krieg beschädigten Sandsteinmauerwerks. „Zu diesem Zweck wird eine Stahlkonstruktion als Rückgrat im Inneren des Turms errichtet“, so Grosse. Eine integrierte Treppe wird in die Turmspitze führen. Weiterhin soll eine filigrane Außentreppe aus Stahl den historischen Zugang zum Inneren des Turms ermöglichen. Die Sichtbarkeit des Frieses von Bildhauer Heinz Hemrich soll von dieser nicht beeinflusst werden. Laut Dezernentin Grosse sind die Bauvorgänge die letzten großen Maßnahmen an der Kirche. Die Baumaßnahmen sollen im Spätsommer beginnen.

Kosten in Millionenhöhe

Die Kosten für die Spitze in Höhe von 300.000 Euro übernimmt die Initiative St. Christoph. Wer die Kosten des 200.000 Euro teuren Aufgangs übernimmt, ist bisher noch unklar. Für die bisherige Sicherung und Stabilisierung des Turms hat die Stadt Mainz bisher eine Millionen Euro ausgegeben. Für die weitere Baumaßnahmen, die die Stahlkonstruktion im Turminneren miteinschließen, wurden vom Stadtrat mehr als Zwei Millionen Euro beschlossen.

St. Christoph wurde zwischen 1292 und 1325 erbaut und gilt als Taufkirche Johannes Gutenbergs. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Kirche nach Luftangriffen erst aus und wurde am 27. Februar 1945 vollständig zerstört. In den Jahren 1963 und 1964 wurde die Ruine als Mahnmal wieder hergerichtet.

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