„Steins Traube“ geht in die sechste Generation

Nach etwas mehr als fünf Wochen Umbauzeit eröffnet das familienbetriebene Restaurant „Steins Traube“ wieder. Nächsten Dienstag werden die ersten Gäste in den renovierten Räumen erwartet.

„Steins Traube“ geht in die sechste Generation

Wer schon einmal im Restaurant von Familie Stein in Finthen zu Gast war und es jetzt wieder betritt, wird erstaunt sein. Die Räume sind moderner gestaltet. Die ehemaligen roten Kunstlederstühle wurden durch graue und gelbe Polsterstühle ausgetauscht. Es gibt Sitzecken und die Wände wurden mit schalldämmenden Holzlamellen bestückt. Besonders auffällig ist aber das neue Logo an der Wand.

Die Schwester des Küchenchefs Philipp Stein hat es gestaltet. Zu sehen ist ein traubenförmiges Ornament mit den Initialen des Ehepaars Alina und Philipp Stein. Sie arbeitet im „Steins Traube“ nun als Restaurantleiterin, er als Küchenchef. Zuvor hat er im Restaurant „Favorite“ gekocht. Mit dem Ehepaar ist die mittlerweile sechste Generation in dem Finther Traditionsbetrieb am Werk.

Am Dienstag, 20. August, ist das Weinrestaurant in der Poststraße 4 nach rund fünfwöchiger Umbaupause wieder geöffnet - allerdings ist es für diesen Tag schon komplett ausgebucht, weswegen die offizielle Eröffnung am Mittwoch, 21. August, stattfindet. „Wir wollen ja auch nicht, dass die Gäste voller Hoffnung anrufen, um für Dienstag zu reservieren und wir jedes Mal absagen müssen“, sagt Philipp Stein.

Modernisierte Küche

Die Hauptrenovierungsarbeiten haben aber in der Küche stattgefunden. „Nach 30 Jahren hat sie auch ihren Zweck erfüllt“, erklärt Peter Stein, Vater des jetzigen Küchenchefs. „Wir haben einen topmodernen Herd gekauft. Er wurde maßangefertigt“, sagt Philipp Stein. „Die Kosten liegen im sechsstelligen Bereich.“ Das Besondere: Der Herd wurde so konstruiert, dass man komplett um ihn herum gehen kann. „Das ist vor allem praktisch für die Kochkurse, die wir anbieten“, sagt der Küchenchef. Die Wände der Küche wurden mit schwarzen Klinkerfliesen verziert. Goldene Lampen hängen über Ablage- und Arbeitsfläche. „Die Küche soll ansehnlich sein, damit die Gäste auf Wunsch auch mal ein Blick hinter die Kulissen werfen können.“ Und ab Dienstag sollen hier nun Speisen auf Sterneküchen-Niveau gekocht werden.

Familiäre und persönliche Atmosphäre

„Aber wir haben nicht zu viel verändert. Die Gäste sollen reinkommen und das Restaurant wiedererkennen“, sagt Philipp Stein. Die Inhaber möchten ihre Stammgäste halten, aber auch neue Gäste, die Sterneküche gewohnt sind, anziehen. „Das Weinrestaurant soll zu einem der sehr gehobenen Mittelklasse, aber kein Sterne-Restaurant, werden.“ Wichtig ist den Besitzern vor allem, dass das familiäre und persönliche Ambiente erhalten bleibt. „Wenn ein Gast reinkommt, wird er mit Namen angesprochen“, sagt Restaurantleiterin Alina Stein. „Die Leute wollen ja auch erkannt werden“, ergänzt ihr Mann. Die Speisekarte besteht aus diesem Grund aus zwei Teilen: Dem eher bodenständigen Teil „Tradition“ und dem Teil „Innovation“, der im Stil der Sterneküche geführt wird. „So ist für jeden was dabei“, sagt Peter Stein.

Raritäten im Weinangebot

Auf der Weinkarte stehen zahlreiche Weinraritäten. „Wir haben zum Beispiel einen Rotenberg aus dem 98er Jahrgang, der weltweit nicht mehr zu haben ist.“ Es sollen aber vor allem regionale Winzer repräsentiert werden. „Die Weine kommen unter anderem aus Rheinhessen und von der Mosel. Der Fokus liegt ganz klar auf Deutschland“, sagt Peter Stein. Auf der Karte steht auch ein hauseigener Weißwein. Die Besitzer haben sich mit dem Winzer Tobias Knewitz zusammen getan und den Wein eigens für das Restaurant komponiert. „Der Wein ist nirgendwo sonst zu kaufen. Wir haben 800 Flaschen davon abfüllen lassen“, sagt Philipp Stein stolz.

Weitere Informationen zum Restaurant und dem dortigen Angebot bekommt Ihr hier. (df/pk)

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