Mainzer Weihnachtsmarkt startet – doch ein Traditionsstand fehlt

Engelsfiguren, Räuchermännchen oder Nussknacker aus dem Erzgebirge: Das gab es schon seit den 70ern am Mainzer Nussknacker-Haus zu kaufen. Doch die Zeit des Traditionsstands scheint endgültig abgelaufen zu sein.

Mainzer Weihnachtsmarkt startet – doch ein Traditionsstand fehlt

Am Donnerstag (24. November) wird der Mainzer Weihnachtsmarkt 2022 eröffnet. Ein Traditionsstand, der seit den 70er-Jahren auf dem Markt vertreten war, wird aber fehlen: das Nussknacker-Haus. 2019 war der Stand letztmals auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt vertreten, 2020 fiel der Markt aus und 2021 konnte der ehemalige Betreiber Rolf Weiß den Stand schon nicht mehr betreiben, weil er schwer erkrankt war.

Weiß hatte den Weihnachtsmarktstand Anfang der 2000er-Jahre übernommen und dort seitdem Engelsfiguren, Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen, Pyramiden und eine große Auswahl an Baumbehang aus dem Erzgebirge verkauft. Ende 2021 starb Rolf Weiß dann an den Folgen seiner Krankheit, seitdem versuchte sein Sohn Michael bisher vergeblich, einen neuen Betreiber für den Stand zu finden.

Zeitaufwändiger Job

Er selbst ist voll berufstätig und habe nicht die Zeit, den Stand persönlich zu betreiben, wie er gegenüber Merkurist kürzlich erklärte. Realistisch betrachtet könne der Stand nur von Selbstständigen betrieben werden, sagte er. Mit Auf- und Abbau, Inventur und Buchhaltung sei man als Betreiber des Standes sicherlich drei oder vier Monate im Jahr beschäftigt.

Wie Michael Weiß nun auf Merkurist-Nachfrage erklärt, sei noch immer kein neuer Betreiber für das Nussknacker-Haus gefunden. Bitter sei das auch, weil der Stand bei Mainzern aber auch Touristen äußerst beliebt gewesen sei, wie Weiß sagt: „Im letzten Jahr gab es viele Rückfragen an die Marktleitung, was denn aus dem Nussknacker-Haus geworden sei.“ Er hofft dennoch, dass sich noch ein neuer Betreiber für die nächsten Jahre findet.

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