Mainzer Grüne fordern: „Gastronomie statt Parkplätzen“

Gute Nachrichten für die Mainzer Gastronomen: In der kommenden Woche können ihre Betriebe möglicherweise schon wieder öffnen. Eventuell können die Gastronomen dann auch auf größere Außenflächen hoffen. Dafür würden allerdings Parkplätze wegfallen.

Mainzer Grüne fordern: „Gastronomie statt Parkplätzen“

In Rheinland-Pfalz sollen in der kommenden Woche Gastronomiebetriebe unter Einschränkungen wieder öffnen dürfen (wir berichteten). Das wünscht sich Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP). In Mainz könnten dann auch einige Parkplätze wegfallen. Diese sollen in Flächen für Außengastronomie umgewandelt werden. Denn die Stadt Mainz hat den Gastronomen nun in Aussicht gestellt, so ihre Fläche erweitern zu können, damit die Hygienevorschriften in der Corona-Krise eingehalten werden können.

Grüne begrüßen Option

Die Ratsfraktion der Mainzer Grünen fordert nun die Mainzer Gastronomen dazu auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Damit könne der Gastronomie nach einer Wiedereröffnung in der Coronakrise mehr Platz verschafft werden, teilen die Grünen in einer Pressemitteilung mit. Die Verwaltung müsse auch Gastrobetrieben ohne Terrassenplätze die Möglichkeit geben, unbürokratisch Außengastronomie zu betreiben.

Auch der Mainzer Gastronom Kamil Ivecen, der für die Grünen im Wirtschaftsausschuss sitzt, setzt sich für die Lösung ein. „Wo vorher sechs Menschen sitzen konnten, werde ich zukünftig nur noch zwei bedienen können. Daher ist es ungemein wichtig, dass wir Gastronomen zukünftig Parkplätze nutzen können, um unsere außengastronomischen Flächen zu vergrößern. Nur so können wir die durch Abstandsregeln verlorenen Plätze kompensieren.“

CDU für „sinnvolle Ausweitung“

Ähnlich bewertet die Mainzer CDU die Situation und setzt sich für eine Ausweitung der Flächen für die Außengastronomie ein. „Wir halten es für sehr sinnvoll, der Gastronomie zu gestatten, ihre Außenflächen auf Antrag kostenfrei zu erweitern“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU Hannsgeorg Schönig in einer Pressemitteilung. Diese Maßnahme ermögliche den Gastronomen, Umsatz zu machen sowie Abstandsregelungen einzuhalten und somit Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen zu schützen. Den gesamten Dom- oder Theaterplatz mit Gastronomie vollzustellen und keinen Platz mehr für Marktbeschicker, den öffentlichen Verkehr oder die Bürger zu lassen, sei aber auch nicht wünschenswert.

Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Sabine Flegel hält die Erweiterung von Außengastronomieflächen für einen guten Ansatz. Jedoch sei darauf zu achten, dass eine Ausweitung nicht auf die Kosten anderer gehe. „Eine Vergrößerung der Außengastronomie muss unter Abwägung aller Interessen erfolgen und diese müssen in Einklang gebracht werden“, so Flegel. (rk)

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