VinoKilo startet Crowdfunding-Aktion

Not macht erfinderisch - das gilt auch für Start-Ups. So versucht ein Gründer nun, sein Mainzer Start-Up vor den Corona-Folgen zu bewahren.

VinoKilo startet Crowdfunding-Aktion

Selbstständige müssen in Zeiten von Corona immer wieder kreativ werden. Das dachte sich auch Robin Balser, Gründer des Mainzer Start-Ups „VinoKilo“ (wir berichteten). Die Auswirkungen der Krise hat er schon früh zu spüren bekommen. Um sein Unternehmen vor den Folgen zu bewahren, hat er nun eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Erste Auswirkungen schon Anfang März

Schon bevor in Deutschland die Corona-Fallzahlen stark anstiegen und die Kontaktbeschränkung festgelegt wurde, wurden erste Events von „VinoKilo“ gecancelt: „Da Italien neben Deutschland eines der Länder ist, wo wir am meisten und am erfolgreichsten Events veranstalten, wurden schon ab dem 13. März alle unsere Event abgesagt“, erzählt Robin Balser. Das machte sich zuerst durch die Absagen in Florenz und Rom bemerkbar. Doch schon bevor erste Events abgesagt wurden, haben Robin und sein Team erste Maßnahmen ergriffen.

„Wir haben damit angefangen, unsere Arbeitsressourcen in den E-Commerce zu stecken. So konnten wir unseren Umsatz vervierfachen“, sagt Balser. „Als Start-Up haben wir schnell reagiert, haben viele schöne Vintage Kleidungsstücke online gestellt, alles gegeben und den Verkauf über unseren Online Store verdreifacht.“ Auch hat er versucht, Förderungen zu beantragen - doch: „Das reicht nicht“, sagt er. „Wir haben alles unternommen, um Kosten zu reduzieren, haben Kurzarbeit beantragt und suchen weitere finanzielle Unterstützung bei privaten Geldgebern, Banken und staatlichen Institutionen.“

Seine Hoffnung setzt er nun in den Crowdfunding-Aufruf. Die Idee dazu kam ihm und seinem Team vor zwei Wochen. Nach dem Motto „jeden Stein in unserem Unternehmen umdrehen“, bietet er seinen Kunden nun eine Übergangslösung an, bis seine Events wieder stattfinden können: „Ich erhoffe mir, dass sich möglichst viele von unseren Kunden dazu entscheiden, ein Kilo Kleidung jetzt schon zu kaufen und bei unseren ersten Events nach der Krise gegen tolle Vintage Schätze eintauschen“, sagt der Gründer.

Hier geht’s zur Crowdfunding-Seite von VinoKilo. (ms)

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