Galeria vor dem Aus: Wie geht es jetzt mit der Filiale in Mainz weiter?

Der Warenhauskette Galeria droht offenbar das endgültige Aus. Das Unternehmen benötigt nun Geld, um den Fortbestand zu finanzieren. Schließungen einzelner Filialen stehen wieder im Raum.

Galeria vor dem Aus: Wie geht es jetzt mit der Filiale in Mainz weiter?

Die Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer tiefen finanziellen Krise. Wie die Bild-Zeitung berichtet, benötigt das Unternehmen dringend frisches Geld, um eine Pleite abzuwenden. Seit Monaten verhandle Galeria daher mit dem US-Investor Gordon Brothers über einen Kredit. Wird es jetzt auch für die Filiale in der Mainzer Altstadt eng?

Drastischer Sparkurs bei Rettung geplant

Dem Bericht zufolge gehe es um eine Kreditsumme von 160 Millionen Euro. Mit diesem Geld solle Galeria einen Altkredit in Höhe von 80 Millionen Euro ablösen und fällige Mieten bezahlen. Für den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens reiche das übrige Geld laut Fachleuten jedoch nicht aus, da Galeria monatlich Verluste in Millionenhöhe schreibe. Die Verhandlungen kämen nicht zum Abschluss, weil der Deal als riskant gelte und der Investor angeblich immer mehr Einblick in Verträge fordere.

Die Geldnot sei bereits so groß, dass Firmenchef Tilo Hellenbock kaum noch neue Ware für die 83 Filialen bestelle. Um die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter bezahlen zu können, versuche Galeria, den Umsatz mit hohen Rabatten von 50 und bald sogar 70 Prozent anzukurbeln. Sollte der Kredit des Investors nicht zustande kommen, könnten die Warenhäuser laut Insidern schon im Sommer wegen Warenmangels schließen müssen, wie die Zeitung berichtet.

Es drohen Schließungen

Sollte der Deal mit Gordon Brothers gelingen, stehe der Warenhauskette eine massive Umstrukturierung bevor. Das Sanierungskonzept des Investors sehe vor, rund 30 der 83 Warenhäuser zu schließen. Verkaufsflächen sollten verkleinert und stattdessen an externe Mieter wie Restaurantbetreiber oder andere Händler übergeben werden.

Ziel sei es, die Kosten zu senken und Galeria bis zum Jahr 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen. Handelsexperten hielten dies jedoch für schwer zu schaffen. Platze der Deal, wäre das wohl das endgültige Aus für die Warenhauskette. Eine Anfrage von Merkurist zur Zukunft der Mainzer Filiale in der Schusterstraße ließ Galeria bisher unbeantwortet.