Wann schließt der Mainzer „Karstadt“?

Kundgebung geplant

Wann schließt der Mainzer „Karstadt“?

Die Mainzer „Karstadt“-Filiale wird zum 31. Oktober geschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gewerkschaft „Verdi“ hervor. Die Entscheidung sei den Beschäftigten vor circa zwei Wochen mitgeteilt worden. Betroffen sind 62 Mitarbeiter.

„Die in Mainz beschäftigten Menschen werden nun entsprechend der Vereinbarungen, die Verdi und der Gesamtbetriebsrat ausgehandelt haben, behandelt“, heißt es in der Pressemitteilung. Außer Bestimmungen aus dem Sozialplan sei für die Beschäftigten, die teilweise seit ihrem 14. Lebensjahr bei Karstadt arbeiten, die Möglichkeit geschaffen worden, „für ein halbes Jahr in eine Transfergesellschaft überzugehen“.

Darauf wollen Verdi und der Betriebsrat aufmerksam machen. Geplant ist eine Kundgebung auf dem Bischofsplatz. Sie soll am Montag, 13. Juli, unter dem Motto „Es ist 5 vor 12“ stattfinden. Gefordert werde, die Arbeit in der Transfergesellschaft auf zwölf Monate zu verlängern. Petra Kusenberg, Verdi-Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Mittelrhein, erklärt, man fordere die Ministerpräsidentin sowie die Landtagsabgeordneten auf, Druck auf das Bundesarbeitsministerium zu machen, damit die Finanzierung der Transfergesellschaft auf zwölf Monate verlängert werden könne. „Wer so lange einen engagierten Job gemacht hat verdient mehr als ein halbes Jahr um sich zu qualifizieren. Unsere Forderung ist adressiert an das Unternehmen und die Politik hier nachzubessern.“

Die Betriebsratsvorsitzende und Mitglied der Bundestarifkommission, Martina Lauenroth, ergänzt: „Wir sind es leid immer die Rechnung zu bezahlen. Wenn wir schon unsere Jobs verlieren, sind jetzt das Unternehmen und die Politik in der Verantwortung uns eine reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen.“ (mo)

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