Wen wählen bei der Landtagswahl? Neues Online-Tool soll Entscheidungshilfe bieten

Für die Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz gibt es eine neue Wahlhilfe-App. Ähnlich wie der Wahl-O-Mat zeigt der WahlSwiper nach 38 Fragen an, welche Partei am besten zu den eigenen Positionen passen könnte.

Wen wählen bei der Landtagswahl? Neues Online-Tool soll Entscheidungshilfe bieten

Als Entscheidungshilfe für die Landtagswahl am 22. März 2026 in Rheinland-Pfalz ist am Donnerstag (5. Februar) die Wahlhilfe-App „WahlSwiper“ gestartet. Das teilt der gemeinnützige Verein VoteSwiper mit, der die Anwendung zusammen mit der Universität Freiburg entwickelt hat.

Die App und Internetseite soll Wählern als „datenbasierte Orientierungshilfe“ bei ihrer Wahlentscheidung dienen, so die Initiatoren. Dafür übersetze der „WahlSwiper“ die Programme der Parteien in ein interaktives Frageformat. Nutzer beantworten 38 landespolitische Fragen, indem sie für „Nein“ nach links oder für „Ja“ nach rechts wischen. Im Anschluss zeige die App die prozentuale Übereinstimmung mit den Positionen der zur Wahl stehenden Parteien an.

Parteiprogramme in einfacher Übersicht

Die Fragen decken nach Angaben von VoteSwiper zentrale Themenfelder der Landespolitik ab – darunter Bildung, innere Sicherheit, Energie, Finanzen und Verkehr. Beispielsweise geht es um eine mögliche Neugliederung im Schulsystem oder darum, wie Subventionen des Landes eingesetzt werden sollten. Das Projekt wird vom Seminar für Wissenschaftliche Politik der Universität Freiburg begleitet. Auch für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 ist das Tool verfügbar.

„Für eine gut informierte Wahlentscheidung ist Transparenz über programmatische Unterschiede besonders wichtig“, erklärt Professor Uwe Wagschal von der Universität Freiburg. Der WahlSwiper mache sichtbar, wo Parteien klar auseinanderliegen. Matthias Bannert, Vorstand des Vereins und Projektleiter, ergänzt: „Der WahlSwiper senkt die Hürde zur politischen Information. Politik soll verständlich, zugänglich und datenbasiert sein.“

Der WahlSwiper wurde erstmals zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht und ist kostenfrei online verfügbar.