OB-Wahl: Jetzt kommt der Wahl-o-Mat

Ihr seid unsicher, wen ihr wählen sollt? Da hilft in der Regel der Wahl-o-Mat. Einen solchen wird es auch bald für die Mainzer Oberbürgermeisterwahl geben.

OB-Wahl: Jetzt kommt der Wahl-o-Mat

„Welche Partei soll ich wählen?“ - seit 2002 hilft der Wahl-o-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung bei Landtags- und Bundestagswahlen dabei, diese Frage zu beantworten. Die Nutzer werden nach 30 Einschätzungen zu aktuellen politischen Diskussionen befragt. Die Antworten werden im Anschluss mit den Programmen der Parteien verglichen, ein Prozentwert gibt an, wie hoch die Übereinstimmung mit ihnen ist. Zwar dient der Wahl-o-Mat lediglich als Informationsangebot, nicht als Wahlempfehlung. Dennoch kann er für viele eine Entscheidungshilfe sein. Auf kommunaler Ebene gab es diese Hilfe in Mainz bisher noch nicht.

Kandidaten in 30 Thesen kennenlernen

Doch vor der Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober soll sich das ändern. Die Partei Volt Mainz hat einen eigenen „Mainz-o-Mat“ entwickelt. Wie die Partei mitteilt, habe sie sich mit den Programmen aller Kandidaten beschäftigt und insgesamt 63 Thesen erarbeitet. Nach einer Umfrage seien dann 30 Thesen ausgewählt und anschließend an die Kandidaten versendet worden.

„Wir möchten einen kleinen Beitrag zur Steigerung der Wahlbeteiligung leisten.“ - Volt Mainz

„Wir von Volt Mainz möchten eine einfache, verständliche und leicht zugängliche Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über die Positionen der Kandidaten zu verschaffen“, sagt Bernadette Jaegers von Volt Mainz. Dabei handele es sich keinesfalls um Volt-eigene Positionen, sondern um aktuelle Mainzer Themen rund um Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Verkehr. Die Partei spricht sich laut eigener Angabe zwar nicht für oder gegen OB-Kandidaten aus. Mit dem „Mainz-o-Mat“ wolle sie jedoch ihren Teil zur Wahl beitragen, indem sie die Bürger besser über die Programme informiere.

„Mainz-o-Mat“ in Kürze online

Bis Sonntag, 6. Oktober, hatten die Kandidaten Zeit, die Fragen nach dem Wahl-o-Mat-typischen Schema mit „stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“ zu beantworten und knapp zu begründen. Volt Mainz wird die Antworten nun laut eigener Angabe schnellstmöglich in den „Mainz-o-Mat“ einstellen und über eine Open-Source-Lösung öffentlich freischalten. Wann das Informationsangebot genau online sein wird, will die Partei in Kürze bekanntgeben.

Der „Mainz-o-Mat“ ist nun online. (df/rk)

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