Vier Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters

Am 27. Oktober wählen die Mainzer ein neues Stadtoberhaupt. Wir stellen Euch die vier Kandidaten vor, die bei der Wahl antreten.

Vier Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters

Wenn am 27. Oktober um 8 Uhr die Wahllokale öffnen, haben die Mainzer die Wahl zwischen vier Kandidaten, die Oberbürgermeister der Stadt werden wollen. Hier stellen wir sie Euch kurz vor.

Michael Ebling, SPD

Der amtierende Oberbürgermeister, Michael Ebling, stellt sich am 27. Oktober erneut zur Wahl. Der 52-Jährige ist seit 2012 im Amt. Zentrale Themen sind für ihn unter anderem der Klimaschutz auf lokaler Ebene, bezahlbarer Wohnraum sowie eine Verkehrswende, die Effizienz und Umweltschutz verbindet. „Um den rasanten Anstieg der Mieten zu bremsen, müssen Wohnungen erhalten und geschaffen werden. Vor allem bei preisgünstigen Wohnungen besteht ein hoher Bedarf, denn neben jungen Leuten und Rentnern sind auch viele Familien mit Kindern darauf angewiesen. Wir haben deshalb den steigenden Mieten den Kampf angesagt und schaffen kontinuierlich neuen Wohnraum“, sagte er im Interview mit Merkurist.

Nino Haase, parteilos

Um das Amt geht auch der parteilose Nino Haase ins Rennen. Er wird von der CDU, den Freien Wählern und der ÖDP unterstützt. Bekannt wurde er durch die Sendung „Schlag den Raab“ (2009), in der er 3,5 Millionen Euro gewann. In der Mainzer Politik machte er sich als einer der größten Gegner des Bibelturms einen Namen. Er ist unter anderem für einen neuen Stadtteil, eine neue Rheinbrücke und eine Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt. „Ich finde nicht gut,wie die Verkehrspolitik derzeit aussieht: Wir zerschlagen mit der Großen Langgasse einfach eine Hauptverkehrsachse, nehmen dieParkplätze dort weg und sagen den Autofahrern: Schaut mal, wie ihr weiterkommt. Das ist nicht der richtige Weg“, sagte Haase im Merkurist-Interview.

Tabea Rößner, Grüne

Tabea Rößner tritt am 27. Oktober als Kandidatin der Grünen zur Oberbürgermeisterwahl an. Schwerpunkte ihres Wahlprogramms sind die Themen Wohnen, Familie, Mobilität, Lärm- und Luftbelastung, Klimawandel und Digitalisierung. „Für mich geht es darum, Perspektiven zu eröffnen,wie sich Mainz weiterentwickeln muss“, erklärt sie. Dabei setzt die Grünen-Kandidatin nicht nur auf ihr Wahlprogramm, sondern auch auf Dialog mit den Bürgern. Rößner ist davon überzeugt, andere Erfahrungen und einen anderen Politikstil ins Rathaus zu bringen:„Ich bin eine berufstätige Mutter, die auch weiß, wie hart es ist, sich im Alltag und im Beruf durchzusetzen. Ich glaube, dass ich als Frau einen anderen Ansatz habe und mehr moderieren kann.“

Martin Ehrhardt, Die PARTEI

Für die Partei „Die PARTEI“ tritt Martin Ehrhardt zu den Wahlen für das Amt des Mainzer Oberbürgermeisters an. Politikverdrossene mit Witz und Ironie wieder an die Wahlurne zu locken ist das erklärte Ziel des Lehrers für Mathematik und Erdkunde, der seit fünf Jahren PARTEI-Mitglied ist. Der 29-Jährige ist dafür, die komplette Kaiserstraße zur begrünten Picknickmeile zu machen. Die Wiedereingemeindung, oder „Befreiung“ der ehemaligen Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim ist außer der Einführung eines „reißfesten gelben Sacks aus Wellblech oder Beton“ fester Punkt der Partei-Agenda für das Jahr 2019. Außer satirischen Programmpunkten möchte Ehrhardt Themen wie bezahlbaren Wohnraum in der Stadt ansprechen. (mm)

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