Wie geht es nach der Wahlpanne in Gonsenheim weiter?

Ergebnis wird mit Modellrechnung geprüft

Wie geht es nach der Wahlpanne in Gonsenheim weiter?

Nachdem es in einem Wahllokal in Gonsenheim bei der Kommunalwahl am Sonntag zu einer Panne gekommen ist (wir berichteten), hat sich am Montag der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), der gleichzeitig Wahlleiter ist, zu der Situation vor Pressevertretern geäußert.

In dem Gonsenheimer Wahllokal hatte der Wahlvorstand zunächst nicht die Stimmzettel für die Stadtratswahl ausgegeben. Dies fiel aber erst auf, nachdem 50 Leute gewählt hatten. Die betroffenen Wähler hatten also nicht die Möglichkeit, ihre Stimme für den Stadtrat abzugeben.

Oberbürgermeister Ebling bezeichnete die Situation als „Versehen des Wahlvorstands“. Dies sei nach maximal einer Stunde bemerkt worden. Auch wenn eine „Verschiebung des Ergebnisses“ deshalb insgesamt „unwahrscheinlich“ sei, werde jetzt gründlich geprüft und nachgerechnet, so Ebling.

In einer Modellrechnung wird nun zunächst davon ausgegangen, dass jeder der Wähler dieselbe Partei gewählt hat. Danach wird hochgerechnet, ob sich das Gesamtergbnis der Stadtratswahl dadurch verändert. Sollte dies der Fall sein, entstünde daraus ein Problem, das dann mit dem Landeswahlleiter besprochen werden würde, so Ebling.

Update: Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Wahlpanne keine Konsequenzen. Das Wahlergebnis habe Bestand. Die Modellrechnungen hätten dem Stellvertretenden Landeswahlleiter ausgereicht, heißt es in dem Bericht. „Auch so ändert sich an den Mandaten nichts. Die circa 50 fehlenden Stimmzettel haben keinen Einfluss auf das Stadtratsergebnis“, so Ebling.

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