Das Landeskriminalamt (LKA) und die Verbraucherzentrale in Mainz warnen vor verschiedenen Betrugsmaschen im Internet. Kriminelle versuchen demnach, mit gefälschten E-Mails, SMS und QR-Codes, an persönliche Daten und Geld zu gelangen.
Beim sogenannten Phishing geben sich Betrüger als vertrauenswürdige Quellen aus, etwa als die eigene Hausbank. In den E-Mails wird oft eine kurze Frist gesetzt, um zum Beispiel aus Sicherheitsgründen eine ID zu aktualisieren. Auch angebliche Gewinnversprechen, Rechnungen oder polizeiliche Vorladungen werden als Vorwand genutzt. Laut den Experten kommen dabei zunehmend KI-gestützte Texte zum Einsatz, die sprachlich kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden sind.
Eine weitere Masche ist das „Smishing“, bei dem gefälschte SMS von Paketdiensten verschickt werden. Mit Nachrichten wie „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden“ oder der Aufforderung, einen Zollbetrag zu zahlen, sollen Empfänger auf einen Link klicken. Dieser führt auf eine gefälschte Webseite, auf der persönliche Daten abgefragt werden. Auch über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram wird mit falschen Nebenjobs oder angeblichen Trading-Gewinnen gelockt.
So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen
Eine neuere Methode ist das „Quishing“, bei dem manipulierte QR-Codes im öffentlichen Raum platziert werden, etwa an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder Bushaltestellen. Auch gefälschte Paketbenachrichtigungen mit QR-Codes werden in Briefkästen geworfen. Ziel der Kriminellen ist es, an persönliche Daten und Geld zu gelangen oder Schadsoftware auf den Geräten der Opfer zu installieren.
Um sich zu schützen, raten Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale, niemals auf Links zu klicken, die unerwartet zugeschickt werden. Man sollte sich nicht unter Druck setzen lassen, da seriöse Institutionen immer ausreichend Zeit für Erledigungen geben. Für wichtige Transaktionen wie Online-Banking sollte man immer die offizielle Website oder App des Anbieters direkt aufrufen.
Bei QR-Codes sollte man die Internetadresse, die sich öffnet, genau prüfen, bevor man die Seite besucht. Zudem wird geraten, misstrauisch bei Job- oder Gewinnangeboten zu sein und keine sensiblen Daten preiszugeben. Unbekannte Kontakte, die einen zu Messenger-Gruppen hinzufügen, sollte man blockieren und die Gruppen sofort verlassen.