Braucht das Mombacher Schwimmbad einen Sprungturm?

Die Mainzerin Natascha hat einen Traum: Einmal im Mombacher Schwimmbad vom Sprungturm ins Wasser springen. Das Problem dabei ist, dass es in diesem Freibad überhaupt keinen Sprungturm gibt. Doch das möchte Natascha am liebsten ändern.

Braucht das Mombacher Schwimmbad einen Sprungturm?

Tausende Mainzer besuchen jeden Sommer das Mombacher Schwimmbad. Dazu gehört auch Natascha. Doch auch wenn sie gerne in das Freibad in der Oberen Kreuzstraße geht, vermisst sie dort einen Sprungturm. „Leider hat das Freibad - und nur darum geht es - gar keine Sprungmöglichkeit“, sagt Natascha gegenüber Merkurist. Deswegen will die Mainzerin dafür sorgen, dass dort möglichst bald ein Sprungturm installiert wird.

Generell glaubt die Mainzerin, dass ein solcher Turm im Mombacher Freibad Sinn macht. In anderen Schwimmbädern nutzten Badegäste diese Türme ununterbrochen, so Natascha. Kinder, besonders Jugendliche, hätten eine nahezu grenzenlose Energie, die sie auch austoben wollen. „Oft kann man sehen, dass die Bademeister Jugendliche ermahnen, weil sie vom Beckenrand springen.“ Ein Sprungturm könnte hier Abhilfe schaffen.

Natascha hat auch schon eine Idee, wo der Turm im Bad platziert werden könnte. „Ich könnte mir vorstellen, dass das Schwimmerbecken vom Eingang aus gesehen an der hinteren Hälfte nach links erweitert wird.“ Dadurch falle zwar ein Teil der Liegewiese weg, allerdings würde ein großer Teil dieser Fläche nicht genutzt, so Natascha. „Vielleicht wäre es auch möglich, ein separates Becken genau in diesem hinteren Teil anzulegen.“ Das wäre aber wohl mit deutlich höheren Kosten verbunden, da das Gebiet erst erschlossen werden müsste.

Spenden sammeln für den Turm

Die Manzerin kennt auch schon einige andere Badegäste, die sich einen Sprungturm im Mombacher Freibad wünschen. „Ich habe schon mit vielen Leuten über diese Idee gesprochen. Mir fällt niemand ein, der das nicht gut finden würde.“ Eine Spendenaktion könne dabei helfen, den Turm zu finanzieren. Auch die sozialen Netzwerke müssten eingebunden werden. „Ich kann mir auch vorstellen, mich mit Flyern an alle Mainzer Schulen zu wenden und mit unterschiedlichen Aktionen von Sportvereinen ebenfalls Geld zu sammeln“, sagt Natascha.

Mit den Bademeistern des Schwimmbades habe sie schon Kontakt gehabt, so Natascha. Dabei sei ihr signalisiert worden, dass für einen Sprungturm kein Geld da sei. Das bestätigt auch der Betriebsleiter des Mainzer Schwimmvereins in Mombach Ulrich Scheer. „Es gibt viele andere Projekte, die dringender angegangen werden müssen.“ So habe zum Beispiel die energetische Sanierung des Bads eine höhere Priorität. Auch eine ältere Rutsche müsste ausgetauscht werden.

Grundsätzlich, so Scheer, könne man jedoch über den Sprungturm diskutieren. Ganz so einfach sei es aber nicht, einen solchen Turm zu errichten. „Dafür bräuchten wir ein neues Becken, zusätzliche Technik, und man müsste mindestens eine Million Euro sammeln, um das Projekt finanzieren zu können.“ Zudem wäre für die Betriebszeit zusätzliches Aufsichtspersonal erforderlich, was die Personalkosten noch erhöhe, sagt Scheer. Eine andere Frage sei noch, wie der Turm dann genutzt würde. „Der Sprungturm wäre maximal ein Vierteljahr im Sommer in Betrieb.“ Ob sich die hohen Kosten dafür lohnten, sei letztlich fraglich.

Logo