Halten Familien sich an die Spielplatz-Sperrung?

Seit Mittwoch sind Spielplätze in Mainz Sperrgebiet - doch daran hält sich nicht jeder. Ein Sprecher der Polizei erklärt, wie dagegen vorgegangen wird.

Halten Familien sich an die Spielplatz-Sperrung?

Seit Mittwoch sind die Spielplätze in ganz Mainz wegen der Corona-Krise geschlossen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich das Virus weiter in der Bevölkerung verbreitet. Doch immer wieder wird berichtet, dass sich Mainzer gegen das Verbot stellen und mit ihren Kindern trotzdem auf Spielplätze gehen. Am Mittwochabend musste die Mainzer Polizei bereits eingreifen und Menschengruppen dazu auffordern, öffentliche Plätze und Spielplätze zu verlassen (wir berichteten).

Grundsätzlich sei das Mainzer Ordnungsamt zuständig, dass Versammlungsverbot zu überwachen und durchzusetzen, erklärt ein Sprecher der Mainzer Polizei gegenüber Merkurist. „Jedoch kann die Polizei auf Ersuchen der zuständigen Behörde oder bei eigener Wahrnehmung, im Rahmen einer sogenannten Eilzuständigkeit auch tätig werden“, so der Sprecher weiter.

Vorgefertigter Text für Lautsprecherdurchsagen

Polizeibeamte würden im Falle einer Zuwiderhandlung eingreifen und auf die Infektionsgefahr hinweisen. Das erfolge in der Regel über Lautsprecherdurchsagen, einen vorbereiteten Text für diese Durchsagen gibt es bereits: „Guten Tag. Hier spricht Eure Polizei Mainz mit einer eindringlichen Bitte! Helft uns das Coronavirus einzudämmen! Die Stadt Mainz hat eine Allgemeinverfügung erlassen! Das Aufhalten auf Spielplätzen oder öffentlichen Sport-und Freizeiteinrichtungen ist verboten! Reduziert den Kontakt zu Mitmenschen und haltet Abstand zueinander! Auch wenn Ihr nicht betroffen seid, denkt an unsere Mitmenschen! Vielen Dank!“

Stand Freitagmittag sei ein Rückgang von Personen auf öffentlichen Plätzen zu bemerken, so der Sprecher: „Der Abstand zwischen den Menschen wird größer. Dies haben jedoch noch nicht alle Personen verinnerlicht, so dass wir auch weiter darauf hinweisen werden.“ (df)

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