Männer sollen Kinder angesprochen haben – Polizei warnt vor Gerüchten

Gerüchte, wonach zwei auffällig gekleidete Männer am Montag Kinder vor einer Nieder-Olmer Schule angesprochen hätten, entpuppten sich als offenbar falsch. Trotzdem werden sie in sozialen Medien verbreitet.

Männer sollen Kinder angesprochen haben – Polizei warnt vor Gerüchten

Aktuell beschäftigten die Polizei Mainz Gerüchte, wonach zwei Männer vor einer Nieder-Olmer Schule Kinder gezielt ansprechen würden. In der Polizeisprache ist in solchen Fällen von sogenannten Kinderansprechern die Rede. Ein Einsatz vor Ort scheint diese Gerüchte jedoch zu widerlegen, trotzdem verbreiten sich in sozialen Medien nun offenbar Falschmeldungen und Gerüchte in diesem Zusammenhang.

Gegen 14 Uhr wurde Beamten am heutigen Montag gemeldet, dass zwei auffällig gekleidete Männer Kinder an einer nicht näher genannten Schule in Nieder-Olm ansprechen würden. Wenige Minuten später konnten Einsatzkräfte der Polizei die beschriebenen Männer vor Ort an ihrem Auto antreffen und kontrollieren. Laut Polizeiangaben handelt es sich bei den beiden um Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft, die auf der Straße tanzend und rufend ihre Botschaft verbreiteten. Ein Zusammenhang zu den Vorwürfen, sie hätten Kinder gezielt angesprochen, konnte von den Polizisten jedoch nicht festgestellt werden.

Gerüchte verbreiten sich

Wie die Polizei weiter erklärt, verbreiten sich in sozialen Netzwerken trotzdem weiterhin Gerüchte, wonach die Männer Kinder angesprochen hätten. Dies führe zu einer Verunsicherung im Umfeld der Schule. Zudem ist die Polizei auf Twitter von einem anonymen User angeschrieben worden, der den Beamten weitere Informationen zukommen lassen wollte. Trotz einer Aufforderung der Polizei hat der Betreiber des Accounts noch keinen Kontakt zu den Beamten aufgenommen. Außerdem erreichten die Polizei im Laufe des Tages angebliche Informationen aus dritter Hand, die sich auf die Ursprungsmeldung von 14 Uhr beziehen – dabei wurde weiterhin behauptet, die Männer hätten Kinder gezielt angesprochen. Woher diese Informationen stammen, teilten die Hinweisgeber jedoch nicht mit.

In einer Mitteilung am Montagabend erklärt die Polizei Mainz: „Das Thema ‘Kinderansprecher’ hat bei der Polizei höchste Priorität. Informationen werden jederzeit ernst genommen, bewertet und Einsatzmaßnahmen, zum Teil auch sogenannte ‘verdeckte’ Maßnahmen, regelmäßig sofort ausgelöst.“ Dazu sei man jedoch auf seriöse Informationen aus erster Hand oder gesicherter Quelle angewiesen. Informationen vom Hörensagen oder aus sozialen Netzwerken seien allerdings meistens nicht gesichert und könnten zudem zu Verunsicherungen führen. Daher appelliert die Polizei: „Beobachtungen immer zuerst der Polizei, auch über Notruf, mitzuteilen. Sollten Warnungen erforderlich sein, stehen der Polizei zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um die richtigen Zielgruppen zu erreichen.“

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